Bildergalerie: Januar bis März

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Bilder des Jahres 2012: Januar bis März

Wahlen in Ägypten

Auf dem Weg zur Stimmabgabe: Eine Ägypterin geht am 3. Januar über einen Schulhof in Qalioubiya zum Wahllokal in der Schule. Mit der dritten Runde der Parlamentswahl in Ägypten sichern sich die islamistischen Parteien mehr als 70 Prozent der 498 Mandate. Allein die Muslimbrüder erzielen 47,2 Prozent. Auf den zweiten Platz kommt die radikal-islamische Partei des Lichts ("Hizb al-Nur"). Dahinter folgt die traditionsreiche liberale Wafd-Partei. Die Parteien der Revolutionsjugend, die mit Massenprotesten den Sturz von Präsident Hosni Mubarak herbeigeführt hatte, sind im neuen Parlament kaum vertreten. | Bildquelle: dapd

Wahlen in Ägypten

Auf dem Weg zur Stimmabgabe: Eine Ägypterin geht am 3. Januar über einen Schulhof in Qalioubiya zum Wahllokal in der Schule. Mit der dritten Runde der Parlamentswahl in Ägypten sichern sich die islamistischen Parteien mehr als 70 Prozent der 498 Mandate. Allein die Muslimbrüder erzielen 47,2 Prozent. Auf den zweiten Platz kommt die radikal-islamische Partei des Lichts ("Hizb al-Nur"). Dahinter folgt die traditionsreiche liberale Wafd-Partei. Die Parteien der Revolutionsjugend, die mit Massenprotesten den Sturz von Präsident Hosni Mubarak herbeigeführt hatte, sind im neuen Parlament kaum vertreten.

Neuwahlen im Saarland

Die saarländische Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer (CDU) am 6. Januar nach ihrer Pressekonferenz: Die von ihr geführte "Jamaika"-Koalition ist rund zwei Jahre nach ihrem Start geplatzt. Kramp-Karrenbauer, die erst im August 2011 als Ministerpräsidentin die Nachfolge von Peter Müller angetreten hatte, begründet das Scheitern der bundesweit ersten Landesregierung aus CDU, FDP und Grünen mit anhaltenden Querelen innerhalb der FDP. Die Neuwahlen finden am 26. März statt. Die CDU wird erneut stärkste Kraft. Am 24. April steht die Große Koalition mit der SPD. Kramp-Karrenbauer bleibt Ministerpräsidentin.

Rettungsmannschaften auf dem Schiff

In der Nacht vom 13. auf den 14. Januar fährt das Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" zu nahe an der italienischen Insel Giglio vorbei und rammte einen Felsen, der den Schiffsrumpf aufreißt. Das Schiff mit 4200 Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord kentert. 32 Menschen sterben, darunter 12 Deutsche. Der Prozess gegen den Kapitän Schettino, der das Schiff bereits während der Rettungsarbeiten verlassen hatte, beginnt im Jahr 2013. Die Bergungsarbeiten kommen nur mühsam voran und werden voraussichtlich erst Mitte 2013 abgeschlossen.

Unwort des Jahres 2011

Die Sprachwissenschaftlerin Nina Janich präsentiert am 17. Januar in Darmstadt das Unwort des Jahres 2011. "Döner-Morde" verharmlost nach Meinung der Jury die Mordserie an acht türkischstämmigen und einem griechischen Kleinunternehmer. Als Vorschlag war "Döner-Morde" 269 Mal eingereicht worden.

Applaus für Martin Schulz nach seiner Wahl

Am 17. Januar wird der deutsche SPD-Abgeordnete Martin Schulz zum Präsidenten des Europäischen Parlaments gewählt. Er tritt die Nachfolge des konservativen Polen Jerzy Buzek an. Seit 1994 ist Martin Schulz Abgeordneter im Europaparlament.

Referendum in Kroatien

Wochenlang gingen in Kroatien Befürworter und Gegner eines EU-Beitritts auf die Straße, um für ihre Position zu werben. Beim Referendum am 22. Januar setzen sich die Befürworter durch: Mehr als zwei Drittel stimmen für den Beitritt zur Europäischen Union. Am 1. Juli 2013 soll das Land das 28. EU-Mitglied werden.

Weltumseglerin Laura Dekker

27.000 Meilen übers Meer: Die 16-jährige Niederländerin Laura Dekker hat die Welt umsegelt. Damit ist sie der jüngste Mensch, der dies jemals allein geschafft hat. Auf Sint Maarten wird sie am 21. Januar von einer jubelnden Menge empfangen. Freudig winkt sie den vielen Menschen, die sie willkommen heißen, zu.

Vadim Glowna

Am 24. Januar stirbt der Schauspieler Vadim Glowna mit 70 Jahren nach kurzer Krankheit. Glowna gilt als einer der profiliertesten deutschen Charakterdarsteller. In mehr als 160 Kino- und Fernsehproduktionen zeigte er sein großes Repertoire.

Menschen in Berlin demonstrieren gegen Acta

"ACTA ad acta" - unter diesem Motto demonstrierten Menschen europaweit. Das Handelsabkommen zur Abwehr von Fälschungen (ACTA) wird in Tokio am 26. Januar von Vertretern der EU und von 22 der 27 Mitgliedsstaaten unterzeichnet. In Deutschland und vielen anderen Ländern protestieren Tausende gegen das geplante Abkommen gegen Produktpiraterie, weil sie die Informationsfreiheit im Internet gefährdet sehen. Das Europaparlament lehnt ACTA im Juli mit großer Mehrheit ab.

Edgar Bessen

Im Alter von 78 Jahren stirbt der Schauspieler Edgar Bessen am 2. Februar. Bessen startete seine Karriere im Hamburger Ohnsorg-Theater, später folgten Engagements auf anderen Hamburger Bühnen sowie zahlreiche Fernsehproduktionen.

Adolf Sauerland

Eineinhalb Jahre nach der Loveparade-Katastrophe muss der Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland Anfang Februar sein Amt aufgeben. In einem Bürgerentscheid wird der CDU-Politiker mit großer Mehrheit abgewählt. Nachfolger wird der SPD-Politiker Sören Link.

Whitney Housten bei einem Auftitt bei den American Music Awards 2009

Musik war ihr in die Wiege gelegt: Ihre Mutter sang im Hintergrundchor von Elvis Presley, zwei ihrer Cousinen wurden Soul-Stars und ihre Patentante ist Aretha Franklin. Schon mit 14 Jahren hatte Whitney Houston ihre erste Plattenaufnahme. Mit Hits wie "I will always love you" wurde sie zur "Queen of Pop". US-Popstar Whitney Houston wurde nur 48 Jahre alt. Die Musikdiva war am 11. Februar in der Badewanne ihres Hotelzimmers ertrunken. In ihrem Blut wurde Kokain nachgewiesen.

Rücktritt Christian Wulff

Am 17. Februar um die Mittagszeit verlässt Christian Wulff zusammen mit seiner Frau Bettina den Großen Saal im Schloss Bellevue. Zuvor hatte der CDU-Politiker dort seinen Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten erklärt. Aus seiner Umgebung heißt es, die Entscheidung zum Rücktritt sei am Abend zuvor gefallen, als die Staatsanwaltschaft Hannover den Antrag auf Aufhebung der Immunität stellte. Die Staatsanwaltschaft nimmt Ermittlungen wegen des Verdachts der Vorteilsannahme an. Überprüft wird vor allem, ob Wulff Gefälligkeiten wie Urlaubsreisen von Filmproduzenten David Groenewold annahm. Noch ist nicht entschieden, ob es zu einer Anklage kommt.

Meryl Streep und Jean Dujardin

Sie durften um die Wette strahlen: Meryl Streep und Jean Dujardin haben bei der 84. Oscar-Verleihung in Los Angeles am 26. Februar den Oscar als beste Hauptdarsteller erhalten. Der Stummfilm "The Artist", dessen Hauptrolle Jean Dujardin spielte, wurde in fünf Kategorien ausgezeichnet. Meryl Streep erhielt die Auszeichnung für ihre Verkörperung von Margret Thatcher in "Die Eiserne Lady".

Trayvon Martin

Am 26. Februar erschießt George Zimmerman, der in einem Vorort der US-Metropole Orlando Mitglied einer Bürgerwehr ist, den 17-jährigen Schwarzen Trayvon Martin. Zimmerman behauptet, in Notwehr gehandelt zu haben, Martin jedoch war unbewaffnet. Die Polizei lässt Zimmerman zunächst laufen und beruft sich dabei auf ein Gesetz, das Bürgern in Florida ein besonders weitreichendes Recht auf Selbstverteidigung einräumt. Der Tod des afroamerikanischen Jugendlichen führt in den USA zu einer aufgeheizten Debatte über Rassismus, in die sich auch Präsident Barack Obama einschaltet. Zwischenzeitlich war Zimmerman inhaftiert, inzwischen ist er wieder auf freiem Fuß. Erst im kommenden Jahr soll der Prozess gegen ihn eröffnet werden.

Schnee auf Zypern

Ungewöhnlich kalt ist es in diesem Winter in Südeuropa. So können die Menschen auf Zypern am 4. März noch den Schnee in den höheren Regionen genießen.

Putin

Tränen der Rührung? Wladimir Putin am 4. März bei einer Kundgebung von Anhängern. Der russische Ministerpräsident wurde mit offiziell 63,6 Prozent der Stimmen zum Präsidenten Russlands gewählt - Wahlbeobachter und Opposition berichten allerdings von zahlreichen Fällen von Wahlmanipulation. Putin, der bereits von 2000 bis 2008 russischer Staatspräsident war, wird im Mai für eine dritte Amtszeit vereidigt - diesmal für sechs Jahre.

Zapfenstreich für Wulff

Am 8. März wird der zurückgetretene Bundespräsident Wulff mit einem Großen Zapfenstreich verabschiedet. Die Zeremonie wird begleitet von ohrenbetäubenden Protesten.

Kofi Annan bei einem Treffen mit Baschar al Assad

10. März: Der im Februar zum UN-Sondergesandten berufene Kofi Annan wird vom syrischen Präsidenten Baschar al Assad empfangen. Annan wirbt für seinen Friedensplan zur Beilegung des Konflikts in Syrien. Assad stimmt zwar im März dem Fahrplan zur Beilegung des Konflikts zu. Eine für den 12. April ausgehandelte Feuerpause hält aber nicht. Im Laufe des Jahres setzt Assad weiter auf militärische Gewalt im Kampf gegen seine Gegner. Auch die Aufständischen bekämpfen die Regierungstruppen mit Waffengewalt. Tausende Menschen werden in dem Konflikt getötet. Im August gibt Annan seine Vermittlungsbemühungen auf. Sein Nachfolger als Sondergesandter für Syrien wird Lakhdar Brahimi.

Dorfbewohner trauern an einem Grab eines Massaker-Opfers in der Provinz Kandahar.

Dorfbewohner trauern an einem Grab eines Massaker-Opfers in der afghanischen Provinz Kandahar. Ein US-Soldat hat am 11. März in einem Dorf der Provinz wahllos auf Männer, Frauen und Kinder geschossen. Von einem "unverzeihlichen Massaker" spricht der afghanische Präsident Karsai. 16 Zivilisten, darunter neun Kinder, kommen um. Es war nicht der einzige Skandal, den US-Soldaten 2012 in Afghanistan auslösten: Anfang des Jahres kamen Bilder an die Öffentlichkeit, die US-Soldaten zeigten, die auf afghanische Leichen urinierten. Im Februar wurde bekannt, dass Soldaten der US-Basis Bagram Koranausgaben zur Müllverbrennung brachten. Im April zeigt die "Los Angeles Times" US-Soldaten, die vor toten Selbstmordattentätern posieren.

Joachim Gauck nach seiner Wahl zum Bundespräsidenten

Am 18. März wird Joachim Gauck von der Bundesversammlung in Berlin zum Bundespräsidenten gewählt. Er erhält im ersten Wahlgang 991 der 1228 gültigen Stimmen. In seiner Dankesrede betont er den Wert der Freiheit und verspricht, sich für die Annäherung zwischen den Regierenden und der Bevölkerung einzusetzen.

Fernsehansprache

Am 23. März stürzen Militärs im westafrikanischen Staat Mali den Präsidenten Amadou Toumani Tourè. In einer Fernsehansprache sagen die Putschisten, das "Klima der Unsicherheit" im Land und die "Unfähigkeit des Regimes, den Terrorismus zu bekämpfen", habe sie zu dem Putsch bewogen.

Malische Flüchtlinge in Burkina Faso

Seitdem beherrschen Islamisten und Touaregrebellen den Norden des Landes und haben die Abspaltung verkündet. Hunderttausende von Menschen sind in die Nachbarländer geflüchtet, wie hier nach Burkina Faso.
Die Bilder aus den anderen Quartalen finden Sie unten.

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