Bildergalerie: "Survivors" - eine Ausstellung in Essen

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"Survivors" - eine Ausstellung in Essen

blick in die Ausstellung "Survivors" in Essen

75 Porträts von Überlebenden des Holocaust sind in der Ausstellung "Survivors. Faces of Life after the Holocaust" in Essen zu sehen. Menschlichkeit und Würde bewahren unter unmenschlichen Bedingungen: Diese Erfahrung steht hinter den überlebensgroßen Nahaufnahmen der 75 Überlebenden. | Bildquelle: FRIEDEMANN VOGEL/EPA-EFE/REX

blick in die Ausstellung "Survivors" in Essen

75 Porträts von Überlebenden des Holocaust sind in der Ausstellung "Survivors. Faces of Life after the Holocaust" in Essen zu sehen. Menschlichkeit und Würde bewahren unter unmenschlichen Bedingungen: Diese Erfahrung steht hinter den überlebensgroßen Nahaufnahmen der 75 Überlebenden.

Martin Schoeller mit Moshe Ha-Elion

Entstanden sind die Bilder in Jerusalem, in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, wo der Künstler Martin Schoeller die Porträtierten besuchte und sich für die Aufnahmen sehr viel Zeit genommen hat.

Martin Schoeller vor den Porträts der Ausstellung "Survivors"

Martin Schoeller in der Ausstellung in Essen. Die Porträtierten gehören zu den letzten noch lebenden Augenzeugen. Schoellers unverstellte Fotografien sind bleibende Zeugnisse persönlicher und kollektiver Geschichte. Hier die Porträts von zwei Frauen und zwei Männern, die in der Ausstellung zu sehen sind:

Porträt von Marta Wise

"Wir Juden müssen wachsam sein und immer stolz darauf, wer wir sind, denn wir sind das Volk der Überlebenden, und sie [die Nazis] sind die Ungeheuer, die das menschliche Leben nicht wertschätzten und Millionen ermordet haben."
Marta Wise wurde 1934 in Bratislava, Tschechoslowakei (heute Slowakei) geboren. Sie gab sich als Arierin aus. Sie wurde ins Arbeitslager Sered’ und dann ins Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert.

Naftali Fürst

"Es ist so wichtig, Erinnerungsprojekte wie dieses zu unternehmen. Wer noch in der Lage ist, seine Geschichte zu erzählen, sollte das auch weiterhin tun. Es ist unsere Pflicht, im Namen der Männer, Frauen und Kinder, die ermordet wurden, unsere Geschichten immer wieder zu erzählen."
Naftali Fürst wurde 1932 in Bratislava, Tschechoslowakei (heute Slowakei) geboren. Wie seine Familie wurde er ins Konzentrationslager Sered’ gebracht. Fürst wurde ins Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert und dann auf einen der Todesmärsche zum Konzentrationslager Buchenwald gesandt.

Hannah Goslar Pick

"Alle Menschen wurden nach dem Abbild Gottes geschaffen. Wir sind alle gleich. Ganz gleich, welche Hautfarbe oder Religion wir haben, wir sollten versuchen, in Frieden zusammenzuleben. Ich weiß, dass das sehr schwer ist, doch wir sollten uns stärker bemühen, miteinander auszukommen."
Hannah Goslar-Pick wurde 1928 Berlin geboren. Sie und ihre Familie zogen nach Amsterdam. Von dort wurden sie ins Durchgangslager Westerbork gebracht und dann ins Konzentrationslager Bergen-Belsen deportiert.

Moshe ha-Elion

"Wenn jemand sagt, dass er dich umbringen will - glaub ihm. Vertraue nicht darauf, dass ein Geschehnis wie der Holocaust, das durch Hass hervorgebracht wird, der Vergangenheit angehört. Sei immer auf der Hut. Sei alarmiert und wachsam. Sorge dafür, dass sich die Geschichte nicht wiederholt."
Moshe Ha-Elion wurde 1925 in Thessaloniki, Griechenland, geboren. Seine Familie und er wurden in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Er wurde in die Konzentrationslager Melk und Ebensee gebracht. Ha-Elion überlebte einen Todesmarsch ins Konzentrationslager Mauthausen.

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