Bildergalerie: Am 7. Oktober 2001 begann der Afghanistan-Krieg

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Am 7. Oktober 2001 begann der Krieg in Afghanistan

Angriff auf Afghanistan

Am 07. Oktober 2001 beginnen die USA mit ihren angedrohten Angriffen auf Ziele in Afghanistan. Der Fernsehsender CNN berichtete damals live von den Angriffen. (Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Angriff auf Afghanistan

Am 07. Oktober 2001 beginnen die USA mit ihren angedrohten Angriffen auf Ziele in Afghanistan. Der Fernsehsender CNN berichtete damals live von den Angriffen.

Fernsehansprache von George W. Bush

US-Präsident George W. Bush erklärt in einer Fernsehansprache, an der Militäraktion seien Truppen der USA und Großbritanniens beteiligt. Es gehe um "sorgfältig gezielte Aktionen" gegen das Netzwerk der Terroristen und Militäreinrichtungen des afghanischen Taliban-Regimes.

Al-Kaida-Anführer Osama bin Laden im Jahr 1998

Hauptverdächtiger ist Osama bin Laden. Erst knapp zehn Jahre später wird Al-Kaida-Führer aufgespürt und am 22. Mai 2011 von einer US-Spezialeinheit in Abbotabad in Pakistan getötet.

Einmarsch in Kabul

Unter den massiven Luftschlägen brach die Taliban-Front schnell zusammen. Bereits am 13. November marschierte die Nordallianz, ehemalige Mudschahedin, in Kabul ein.

Afghanistan-Konferenz

Unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen findet im November 2001 in Bonn auf dem Petersberg eine internationale Afghanistan-Konferenz statt. Die Entsendung der Schutztruppe ISAF wird beschlossen.

Hamid Karsai

22. Dezember 2001: Der Paschtune Hamid Karsai tritt zunächst kommissarisch das Amt des Präsidenten an.

Götz Gliemeroth und General James L. Jones

Der Oberste NATO-Befehlshaber in Europa, General James L. Jones (r), übergibt am 11.8.2003 in Kabul das Kommando über ISAF und die Truppenfahne an den deutschen Generalleutnant Götz Gliemeroth. In Kabul haben Deutschland und die Niederlande nach sechs Monaten das Kommando der Internationalen Afghanistan-Schutztruppe ISAF an die NATO übergeben. Die Zeremonie ist von Appellen geprägt, die Sicherheit vom "sicheren Hafen" Kabul auch in die Provinzen zu tragen. Neuer ISAF-Kommandeur wird der deutsche NATO-General Götz Gliemeroth.

Wahlen in Afghanistan

Ein Land auf dem Weg zur Demokratie: Am 9. Oktober 2004 werden in Afghanistan die ersten Präsidentschaftswahlen abgehalten. Hamid Karsai wird im Amt bestätigt.

Mädchen in einem Klassenzimmer

Vor dem Beginn der NATO-Intervention im Oktober 2001 gingen in Afghanistan nur rund 900.000 Kinder zur Schule, davon 5000 Mädchen. Zwar sind mittlerweile sieben Millionen Schüler eingeschrieben, davon ein Drittel Mädchen. Doch noch immer hat jedes zweite Kind in Afghanistan keinerlei Zugang zu Bildung.

Ein kleines Kind lehnt an einer Wand

Nach wie vor gehört Afghanistan zu den ärmsten Ländern der Welt. Besonders Kinder leiden unter den schlechten Versorgungsverhältnissen im immer noch instabilen Land. Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Menschen in Afghanistan beträgt 47 Jahre.

Guantanamo

Endstation Guantánamo: Während des Afghanistan-Kriegs nehmen US-Soldaten immer wieder vermutliche oder vermeintliche Taliban fest. Viele werden in Geheimgefängnisse, sogenannte "black sites" in Afghanistan, in Fernost, auf der Insel Diego Garcia, aber auch im EU-Land Polen gebracht. Außerdem wird das US-Lager Guantánamo auf der Karibikinsel Kuba genutzt.

Wahlen in Afghanistan

Im September 2005 findet erstmals seit Ende der 1960er-Jahre in Afghanistan eine Parlamentswahl statt.

Hamid Karsai

Hamid Karsai wird zum zweiten Mal zum Präsidenten gewählt. Es werden Vorwürfe wegen Wahlbetrugs laut.

Afghanischer Polizist vor Tanklaster

Durch den Krieg in Afghanistan starben seit 2001 jedes Jahr Schätzungen zufolge Hunderte Zivilisten. Die meisten kamen durch Anschläge der Aufständischen ums Leben, einige aber auch durch Fehler von ISAF-Soldaten. Auch die Bundeswehr beging Fehler: Am 4. September 2009 forderte die Bundeswehr einen Luftangriff auf zwei von Taliban gekaperte Tanklaster in Nord-Afghanistan an. Mindestens 90 Menschen wurden dabei getötet, darunter viele Zivilisten.

Barack Obama

1. Dezember 2009: US-Präsident Barack Obama beschließt den sogenannten Surge. Er stockt das US-Kontingent zeitlich beschränkt um 30.000 Soldaten auf.

NATO-Gipfel

Im November 2010 beschließt die NATO bei einem Gipfel in Lissabon den Abzug der Kampftruppen der ISAF bis 2014.

Deutsche Soldaten in Afghanistan

Im August 2013 waren noch etwa 87.200 ISAF-Soldaten aus 49 Ländern in Afghanistan stationiert. Größter Truppensteller waren die USA mit rund 60.000 Soldaten. Nach Großbritannien mit rund 7700 Soldaten ist Deutschland mit etwa 4400 Soldaten der drittgrößte ISAF-Beteiligte. Die Obergrenze für das Bundeswehrkontingent beträgt nach dem aktuellen Mandat 4400 Soldaten. Bis Ende 2014 sollen alle ausländischen Kampftruppen aus Afghanistan abgezogen sein.

Ein Sarg wird in ein Flugzeug geladen

Insgesamt verloren im Afghanistan-Einsatz 54 Bundeswehrsoldaten ihr Leben, 35 von ihnen bei Anschlägen oder Gefechten. Seit 2001 wurden mehr als 2500 ausländische Soldaten im Afghanistan-Einsatz getötet.

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