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Der Durchbruch gelang ihm 1977 mit seiner Band Mink DeVille, seit den 80er-Jahren tourte er solo durch die Welt: Willy DeVille stand ebenso für Balladen wie für Bluesrock mit Latino- und Country-Einflüssen. Mit 58 Jahren ist der Musiker am Freitag in einem Krankenhaus in New York an einer Krebserkrankung gestorben. Das gab seine Frau Nina bekannt.
Wenn Willy DeVille von "großer Musik" sprach, dann meinte er "Leute wie Buddy Holly, Edith Piaf oder Muddy Waters", zu seinen Vorbildern zählte er Elvis Presley, James Brown und John Lee Hooker. In seine eigene Musik mischte der Musiker Doo-Wop-, Cajun-, Creole- und Mariachi-Elemente und verwendete zur klassischen Rockbesetzung auch Mundharmonika, Fiddle und Kuhglocken.
Charakteristisch war sein Gesangsstil: DeVille präsentierte seine ambitionierten Texte mit einer Stimme, die der deutsche Musikexpress Ende der Siebziger "rau, trocken, aufregend und dreckig" nannte.
1974 gründete DeVille, der mit bürgerlichem Namen William Borsay hieß, in San Francisco die Band Billy De Sade & The Marquis, die sich ein Jahr später in Mink DeVille umbenannte. Er überredete die Musiker, mit nach New York zu ziehen - sie wurden zur Hausband des legendären Punkclubs CBGB. Der Hit "Spanish Stroll" verhalf der Gruppe 1977 zu internationaler Aufmerksamkeit.
Im selben Jahr kürte das Rolling-Stone-Magazine das Debut-Album "Mink DeVille" (in Europa: "Cabretta") zum besten Album des Jahres, der Musikexpress erkannte in dem charismatischen Frontmann den "Prototypen eines Rock'n'Roll-Menschen".
Bis Mitte der 80er-Jahre veröffentlichte Mink DeVille eine Reihe erfolgreicher Alben. Danach zog Willy DeVille nach New Orleans, veröffentlichte als Solist kontinuierlich Platten und tourte weltweit. Im Laufe seiner Karriere trat er unter anderen mit Musik-Größen wie Van Morrison, Bruce Springsteen, Brenda Lee, Tom Waits und Los Lobos auf. Erst im vergangenen Jahr spielte er live in München.
Eine für 2009 geplante Tournee wurde allerdings im Frühjahr aus gesundheitlichen Gründen abgesagt.
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