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UNESCO entscheidet gegen Widerstand Israels
Geburtskirche von Bethlehem ist Weltkulturerbe
Die Geburtskirche Jesu Christi in Bethlehem ist als Weltkulturerbe der UNESCO anerkannt. Das Welterbe-Komitee stimmte in St. Petersburg mehrheitlich und überraschend für die Aufnahme in die begehrte Liste. Experten hatten keine Empfehlung für die Aufnahme gegeben.
Damit erhalten die Palästinenser acht Monate nach ihrer umstrittenen Aufnahme als Vollmitglied in die UNESCO erstmals eines der begehrten Weltkulturerbe-Label. Die Entscheidung fiel mit 13 Ja- und sechs Neinstimmen bei zwei Enthaltungen. Für die Einstufung der Kirche von Bethlehem, die als Geburtsort von Jesus gilt, als Weltkulturerbe hatten die Palästinenser einen Dringlichkeitsantrag gestellt. Sie begründeten dies mit dem zunehmenden Verfall des Bauwerks, das nach ihren Angaben seit rund 50 Jahren nicht mehr restauriert wurde. Deutschland hatte die Dringlichkeit abgelehnt.
Geburtskirche Jesu und Pilgerweg in Bethlehem als Weltkulturerbe anerkannt
tagesschau 20:00 Uhr, 29.06.2012, Markus Rosch, ARD Tel Aviv
Eins der ältesten und heiligsten christlichen Gotteshäuser
Die Kirche wurde im vierten Jahrhundert unter dem römischen Kaiser Konstantin errichtet und gilt als eines der ältesten und heiligsten Gotteshäuser des Christentums.
Ende Oktober 2011 waren die Palästinenser nach heftigem Streit als Vollmitglied in die UN-Kulturorganisation aufgenommen worden. Das Votum der UNESCO-Vollversammlung löste damals massive Proteste Israels und der USA aus.
Im Rennen um das Weltkulturerbe-Label sind noch 32 andere Kandidaten, darunter zwei aus Deutschland. Die fränkische Stadt Bayreuth möchte ihre Markgräfliche Oper als "einzigartiges Monument barocker Theaterkultur" zum Weltkulturerbe erklärt bekommen, das baden-württembergische Schwetzingen seine fürstliche Sommerresidenz aus dem 18. Jahrhundert.
Stand: 29.06.2012 15:16 Uhr
