Harry Dean Stanton (Archivbild) | Bildquelle: REUTERS

Harry Dean Stanton ist tot Hollywoods Mann für die Loser

Stand: 16.09.2017 11:52 Uhr

Er war der Star in Wim Wenders' Roadmovie "Paris, Texas": Nun ist der US-Schauspieler Harry Dean Stanton im Alter von 91 Jahren gestorben. Stanton spielte oft eigenbrötlerische, geheimnisvolle Figuren. Regisseur David Lynch lobte ihn als einen "großen Schauspieler".

Er war Hollywoods Mann für Ganovenrollen, Sonderlinge und Verlierer. Nun ist Harry Dean Stanton in Los Angeles im Alter von 91 Jahren gestorben.

In seiner mehr als 60 Jahre umspannenden Karriere arbeitete er mit Regisseuren wie Alfred Hitchcock, David Lynch, John Huston, Martin Scorsese und Wim Wenders zusammen und wurde von Regisseuren, Kollegen und Publikum hochgeschätzt.

Hollywood Reporter @THR
David Lynch releases a statement on the passing of Harry Dean Stanton https://t.co/d72i9Qe0oJ https://t.co/DFDJsSxF8x

Mehr als 200 Filme

Seit Mitte der 1950er Jahre spielte Stanton in mehr als 200 Filmen und Fernsehproduktionen mit. In den 70er Jahren wurde er mit Rollen in "Der Pate -Teil II" und "Alien" berühmt. Seine erste Hauptrolle spielte er 1984 in Wim Wenders' preisgekrönten Film "Paris, Texas". Er spielte seinen Part fast fast wortlos und beeindruckte mit einem herzzerreißenden Monolog der Reue an seine Frau, gespielt von Nastassja Kinski.

Der verstorbene renommierte Filmkritiker Roger Ebert, sagte einmal, kein Film könne total schlecht sein, in dem Stanton eine Nebenrolle habe. Lynch, der mit Stanton bei "Wild at Heart" und "Twin Peaks" zusammenarbeitete, schrieb in einem Statement: "Alle haben ihn geliebt. Und aus gutem Grund. Er war ein großer Schauspieler - tatsächlich mehr als das - und ein großartiger Mensch."

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 16. September 2017 um 09:00 Uhr.

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