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[Bildunterschrift: Zweifelhafte Ehre für ARD-Programmdirektor Günter Struve - er erhält die diesjährige "Saure Gurke". ]
ARD-Programmdirektor Günter Struve erhält in diesem Jahr die "Saure Gurke" der Medienfrauen von ARD, ZDF und ORF. Der Preis wird alljährlich für frauenfeindliche Sendungen in den öffentlich-rechtlichen Medien verliehen. In der Begründung hieß es, dass Struves "steten Bemühen" die Einführung frauenaffiner Formate im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu verdanken sei.
"Vom Aussterben bedrohte Rollenklischees wurden erfolgreich reanimiert", hieß es in der Laudatio. Diese fänden sich inzwischen an immer mehr Abenden zur besten Sendezeit. Als Beispiele wurden "Liebe nach Rezept", "Der Traum ihres Lebens" und ganz besonders in "Ein Wink des Himmels" aus der Reihe "Der Arzt vom Wörthersee" hervorgehoben.
Darin wirkten "in traumhaften Landschaften" viele schöne Menschen, die trotz aller Intrigen und Schicksalsschläge ihren Platz fänden. Dabei würden immer wieder Stereotype wie die "hingebungsvolle Ärztin", die "lebenskluge Großmutter", die "blonde, tief dekolletierte Sekretärin" und die "mutige Postbotin" strapaziert. Dies seien Menschen "die wir ohne Günter Struve nie kennen gelernt hätten. Wir sind ihm zu Dank verpflichtet", schreiben die Medienfrauen der Öffentlich-Rechtlichen.
Die Moderatorin Carmen Nebel erhielt den "Trostpreis" der Jury. "Ihr einfühlsamer Umgang" mit Pamela Anderson und einem Ehepaar aus dem Publikum in ihrer Show am 16. Februar im ZDF und ORF 2 bleibe im Gedächtnis, hieß es zur Begründung.
Die "Saure Gurke" wird seit 1980 jährlich an öffentlich-rechtliche Sender vergeben. Im vergangenen Jahr hatte den Preis die ARD-Wissenschaftssendung "Die große Show der Naturwunder" erhalten.
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