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Pulitzer-Preise in New York
Kein Roman ist gut genug
Zum ersten Mal seit 35 Jahren erhält kein Autor den Pulitzer-Preis in der Kategorie Roman. Die Jury in New York wollte keinem der drei Kandidaten den begehrten Preis zuerkennen.
Ausgewählt für die Endrunde waren drei Schriftsteller: Der in München geborene Denis Johnson mit dem Kurzroman "Train Dreams", Karen Russel mit "Swamplandia!" und der 2008 gestorbene David Foster Wallace mit seinem letzten Roman "The Pale King". Das Werk war erst nach dem Freitod des berühmten Autoren mit 46 Jahren abgeschlossen worden.
Wer es in die Endrunde bis vor die Jury schafft, bestimmt ein Komitee von Lesern. Die Jury entscheidet dann, wer den Pulitzer-Preis für den besten Roman des Jahres verdient hat.
Die Pulitzer-Preise sind die höchsten Medienpreise in den USA und zählen zu den wichtigsten Auszeichnungen für Schriftsteller, Journalisten und Komponisten. Sie werden in 21 Kategorien vergeben und sind mit jeweils 10.000 Dollar (7000 Euro) dotiert.
Weitere Preise für Journalisten
Für ein Foto eines schreienden afghanischen Mädchens nach einem Selbstmordanschlag in der Hauptstadt Kabul ist der AFP-Fotograf Massoud Hossaini ausgezeichnet worden. Auch die US-Onlineportale "Huffington Post" und "Politico" wurden erstmals mit einer der begehrten Preise geehrt. Gleich in zwei Kategorien wurde zudem die US-Tageszeitung "New York Times" prämiert.
Für investigative Recherche erhielt die Nachrichtenagentur AP einen der Preise für die Enthüllung eines Überwachungsskandals bei der New Yorker Polizei. In einer Serie von Artikeln enthüllte AP, dass die Beamten mithilfe eines CIA-Mitarbeiters mehrheitlich von Muslimen bewohnte Viertel sowie Firmen und Gotteshäuser ausspionierten, um Terroranschläge zu vereiteln. Der zweite Pulitzer-Preis in dieser Kategorie ging an die "Seattle Times" für eine Serie von Berichten über Fälle, in denen Patienten mit chronischen Schmerzen versehentlich eine Überdosis Methadon erhielten. Ebenfalls ausgezeichnet wurde der "Philadelphia Inquirer" für seine Berichte über die umfassende Gewalt an Schulen der Stadt.
Stand: 17.04.2012 09:09 Uhr
