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In der Irak-Krise hat sich nun auch Literaturnobelpreisträger Günter Grass offiziell zu Wort gemeldet. Laut "Welt am Sonntag" griff er US-Präsident George W.Bush scharf an und bezeichnete ihn als "Bedrohung des Weltfriedens".
Bush werde in der aktuellen politischen Situation von privaten Motiven geleitet, warf Grass ihm vor. "Die gefährliche Kombination aus familiären, wirtschaftlichen und politischen Interessen in diesem einen Politiker hat ihn zu einer echten Gefahr werden lassen."
Der Schriftsteller verglich den Präsidenten mit einer Gestalt "in Shakespeares Historiendramen, deren einziger Ehrgeiz es ist, vor den Vater, den alten sterbenden König zu treten und zu sagen: 'Siehe, ich habe deine Aufgabe vollbracht.' " Grass nahm dabei offenbar Bezug auf den Golf-Krieg von 1991, den der Vater des jetzigen Präsidenten, George Bush senior, geführt hatte.
Als Hauptursache des Terrorismus nannte Grass die Ungleichheit zwischen Industrie und Entwicklungsländern. Er sei eine Konsequenz des Zorns und des Hasses der so genannten Dritten Welt auf den Überfluss in der Ersten Welt. Er forderte eine "Weltordnung, bei der die entwickelten und unterentwickelten Länder am gleichen Tisch sitzen und sich die Rohstoffe, die Technologien und das Kapital dieser Welt in der gerechtesten Weise teilen."
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