Der Kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupery | Bildquelle: imago/Schöning

Vor 75 Jahren erschienen Der kleine Prinz mit dem großen Herzen

Stand: 06.04.2018 10:34 Uhr

Es ist eine der bekanntesten Erzählungen weltweit und bewegt viele Herzen: "Der kleine Prinz". Vor 75 Jahren erschien die erste Ausgabe des Buchs, das für viele Momente im Leben gilt.

Von Sabine Wachs, ARD-Studio Paris

"Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar", sagt der Fuchs zum kleinen Prinzen, kurz nachdem dieser ihm endgültig "Adieu" gesagt und sich auf den Weg gemacht hat - zurück zu seinem kleinen Planeten, den sieben Vulkanen und seiner Rose. "Adieu."

Es ist das wohl berühmteste Zitat aus dem kleinen Prinzen und wie das Buch selbst, wird auch dieses Zitat seine Gültigkeit nicht verlieren: "Das Buch wird immer aktuell sein, denn seine Botschaft wird auf der ganzen Welt verstanden", sagt Alban Cerisier, der den kleinen Prinzen kennt und liebt. "Es geht um Gefühle, es geht um das Leben. Der kleine Prinz erzählt von seinem Universum, reist von Planet zu Planet, kommt auf die Erde. Diese Reise spricht jeden an, denn sie hinterfragt unseren Bezug zur Welt."

75 Jahre "Der kleine Prinz"
tagesschau 12:00 Uhr, 06.04.2018, Sabine Rau, ARD Paris

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Kein reines Kinderbuch

Cerisier arbeitet im französischen Verlagshaus Gallimard und hat das wohl berühmteste Buch von Antoine de Saint-Exupéry in den verschiedensten Versionen auf den Markt gebracht. Hunderte Exemplare des Buches stehen bei ihm zu Hause. Seinen Kindern las er das Werk vor.

Er selbst aber entdeckte die Geschichte des kleinen Blondschopfes, der in der Wüste einen abgestürzten Piloten trifft, erst als Erwachsener: "Die Kinder finden sich wieder, im Fuchs, in der Rose, im kleinen Prinzen." Ein reines Kinderbuch sei es aber nicht.

"Es ist ein Buch, das Erwachsene gerne ihren Kindern geben, und das sie gerne selbst lesen. Es hat auch ein trübe Seite, beschäftigt sich mit der Frage, wie man in einer Welt, die von Lügen, von Illusionen durchzogen ist, glücklich leben kann."

Der französische Schriftsteller Antoine de Saint-Exupery posiert vor seinem Flugzeug | Bildquelle: picture-alliance / dpa
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Antoine de Saint-Exupéry schrieb den "Kleinen Prinzen" - sein wohl berühmtestes Werk - im US-amerikanischen Exil.

Aus Exil-Erfahrungen schöpfen

Jeder liest diese poetische Erzählung auf seine Weise. Saint-Exupéry, der 1939 selbst als Pilot in der Sahara notlanden musste, schrieb die Geschichte vom kleinen Prinzen in New York. Dort lebte er seit der Besatzung Frankreichs durch das Nazi-Regime im Exil.  

"Er litt, als er das Buch schrieb. Er war weit weg von seinen Lieben, es herrschte Krieg. Er hat es in einer sehr schwierigen persönlichen Situation geschrieben", erklärt Cerisier. "Das merkt man dem Buch an. Er hat versucht, Antworten auf die Fragen zu finden: Wie hält man Verlust aus? Wie kann man verschwunden sein, aber trotzdem im Gedächtnis und im Herzen derjenigen bleiben, die einen lieben?"

Tröstlich und hoffnungsvoll

Deutlich werde das vor allem am Ende der Geschichte, sagt Cerisier. Der kleine Prinz verlässt seinen Piloten, macht sich auf den Rückweg zu seinem Planten und seiner Rose. Seinen Körper lässt er auf der Erde. Zu schwer wäre der für die lange Reise. "Am Ende stirbt der kleine Prinz. Aber stirbt er wirklich? Wenn er stirbt, dann nur, um zu seiner Rose zurückzukehren. In Wirklichkeit stirbt er also nicht. Und wenn er nicht stirbt, dann heißt das, dass die Liebe bleibt."

Eine tröstliche, eine schöne und eine hoffnungsvolle Aussage, findet Cerisier. Und der kleine Prinz ist für viele Menschen, die ihn - in welcher Sprache auch immer - gelesen haben, genau das: Ein Buch für viele Momente im Leben. Ein Buch, das Trost spendet, das Hoffnung gibt und das glücklich machen kann.

Man sieht nur mit dem Herzen gut - 75 Jahre Der Kleine Prinz
Sabine Wachs, ARD
06.04.2018 09:34 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 06. April 2018 um 16:35 Uhr.

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