Online-Medien: "Huffington Post" bekommt deutsche Ausgabe

Zusammenarbeit mit Burda-Tochter

Deutsche Ausgabe für "Huffington Post"

Screenshot der "Huffington Post"
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Die "Huffington Post" ist in den USA eine der einflussreichsten Online-Zeitungen. Sie wurde Anfang 2011 von AOL aufgekauft.

Die US-amerikanische Online-Zeitung "Huffington Post" bekommt einen deutschen Ableger. Die neue Website soll im Herbst online gehen, teilte das Unternehmen mit.

Die deutschsprachige Ausgabe werde von Tomorrow Focus verantwortet, einem Tochterunternehmen der Burda-Gruppe. Sie soll mit lokalen Journalisten besetzt werden, hieß es. In den kommenden Monaten werde dafür in München ein Redaktionsteam zusammengestellt. Weitere Einzelheiten soll es auf einer Pressekonferenz am 15. Juli geben.

Website will in die Top fünf der Nachrichtenangebote

"Wir wollen innerhalb von zwei Jahren Geld verdienen und nach drei bis fünf Jahren in die Top fünf der Nachrichtenangebote vorstoßen", beschrieb Unternehmenschef Jimmy Maymann im Gespräch mit der Internetplattform "Horizont.net" die Zielsetzung der Website. Das Geld solle ausschließlich mit Werbung verdient werden.

In den USA gehört die kostenlose "Huffington Post" inzwischen zu den wichtigsten Nachrichtenportalen und konkurriert etwa mit journalistischen Schwergewichten wie der "New York Times", die einige Inhalte nur gegen Bezahlung anbietet. Zugleich halten Kritiker der Gründerin Arianna Huffington und ihrem Redaktionsteam vor, es mit einem "Aggregations-Journalismus" zu übertreiben, bei dem fremde Inhalte auf dem Netz wiederaufbereitet werden. Anfang 2011 kaufte der Online-Anbieter AOL die "Huffington Post" für 315 Millionen Dollar.

Die "Huffington Post" treibt seit Jahren den Ausbau ihres Auslandsgeschäfts voran und hat bereits Ausgaben in Kanada, Spanien, Italien, Frankreich und Großbritannien. Im Mai soll eine japanische Version starten.

Stand: 29.04.2013 11:58 Uhr

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