Johnny Hallyday | Bildquelle: AFP

Trauer um französische Musikikone Johnny Hallyday gestorben

Stand: 06.12.2017 04:17 Uhr

In Frankreich war der Rockmusiker schon zu Lebzeiten eine Legende: Nun ist Johnny Hallyday im Alter von 74 Jahren gestorben. Selbst Frankreichs Präsident Macron ließ noch in der Nacht eine Mitteilung zum Tod des Sängers verbreiten.

Er füllte ganze Stadien und gehörte zu Frankreichs Musikikonen. Johnny Hallyday hat in seiner über 50-jährigen Karriere so viel Goldene und Silberne Schallplatten bekommen wie kaum einer seiner Landsleute. Nun ist der Rocksänger, den seine Fans nur bei seinem Vornamen nannten, im Alter von 74 Jahren gestorben.

Der Rocker à la française Johnny Hallyday ist tot
tagesschau 12:00 Uhr, 06.12.2017, Ulrich Adrian, WDR

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Der Nachwelt hinterlässt er mehr als 100 Millionen Tonträger und Ohrwürmer wie "Ma gueule", (etwa: "Meine Schnauze") und "Oh, ma jolie Sarah" ("Oh, meine schöne Sarah"). Der 74-jährige starb an den Folgen einer Krebserkrankung, wie die Agentur AFP unter Berufung auf eine Mitteilung seiner Frau Laeticia berichtete. "Johnny Hallyday ist gegangen. Ich schreibe diese Worte ohne sie zu glauben", hieß es darin.

Kondolenzmitteilung von Präsident Macron

In einer ersten Reaktion äußerte sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron betrübt über den Tod Hallydays. In einer noch in der Nacht verbreiteten Erklärung wies Macron darauf hin, dass "in jedem von uns etwas von Hallyday" stecke. "Von Johnny Hallyday werden wir weder den Namen, noch die Schnauze oder die Stimme vergessen", heißt es. "Er hat einen Teil von Amerika in unser nationales Pantheon gebracht."

Hallyday hat in den 1960er-Jahren den Rock 'n' Roll nach Frankreich gebracht. Dabei hat er ihn auf eine sehr persönliche Weise interpretiert und ihn im Laufe seiner Karriere mit Country, Hip-Hop und Techno unterlegt. Mit seiner Reibeisenstimme hat er sich ein Vermögen ersungen. "In Frankreich ist Hallyday unerreichbar", erklärte auch der Frontmann der britischen Rockgruppe The Rolling Stones, Mick Jagger.

Johnny Hallyday | Bildquelle: AP
galerie

Er brachte den Rock'n Roll nach Frankreich: Johnny Hallyday 1971 im Palais des Sports in Paris

Kam aus einfachen Verhältnissen

Hallyday, mit bürgerlichem Namen Jean-Philippe Smet, wurde als Sohn eines belgischen Schauspielers, Sängers und Tänzers in Paris geboren, der die Familie verließ, als er noch ein Kleinkind war. Weil die Mutter arbeitete, wuchs er bei ihrer Schwester auf, die mit ihren Töchtern und dem knapp einjährigen Johnny ab 1944 als "The Hallydays" auf Tanztournee ging.

Hallyday und Sylvie Vartan | Bildquelle: AFP
galerie

Mit Sylvie Vartan war Hallyday 15 Jahre verheiratet und stand mit ihr auf der Bühne - hier im Jahr 1974. Das Paar hat einen gemeinsamen Sohn.

Als Vorbilder dienten Hallyday der US-amerikanische Rock 'n' Roll und Elvis Presley, der stets sein Idol blieb. So wie Elvis leistete auch er seinen Wehrdienst in Deutschland ab und nahm dort einige seiner erfolgreichsten Rock-'n'-Roll-Platten auf, darunter "Ja, der Elefant" und "Mein Leben fängt erst richtig an".

Johnny Hallyday | Bildquelle: AFP
galerie

Seit Kindertagen auf der Bühne: Johnny Hallyday in den 1960er Jahren

Trotz Negativschlagzeilen beliebt

Parallel zu seiner Karriere als Musiker baute Hallyday an seiner Schauspielerlaufbahn. Er drehte unter anderem mit Jean-Luc Godard, Costa-Gavras, Patrice Leconte und Claude Lelouch. Drogen, Steuerflucht, mehrere Scheidungen, Alkohol, und Vorwurf von Vergewaltigung: Hallyday hat nicht immer für positive Schlagzeilen gesorgt. Dennoch blieb er beliebt, denn Hallyday verkörperte den Traum von Freiheit und den Erfolg des kleinen Mannes.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 06. Dezember 2017 um 04:55 Uhr.

Darstellung: