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Grimme-Preis 2013

Öffentlich-Rechtliche am häufigsten nominiert

Grimme-Preis
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Der 49. Grimme-Preis wird in drei Kategorien vergeben: Unterhaltung, Fiktion und Information & Kultur. In jeder Kategorie kommen Spezialpreise hinzu.

Bei den Nominierungen für den Grimme-Preis 2013 sind erneut viele öffentlich-rechtliche Produktionen von ARD und ZDF berücksichtigt worden. Von ihnen stammen 80 Prozent der 57 ausgesuchten Produktionen des Jahres 2012. Die Gewinner der zwölf Grimme-Preise will das Institut am 27. März bekannt geben. Die Verleihung findet am 12. April wie immer in Marl statt.

Unter den Nominierungen in der Sparte Fiktion ist die ARD unter anderem mit den beiden "Tatort"-Folgen "Die Ballade von Cenk und Valerie" (NDR), "Der tiefe Schlaf" (BR) und der "Polizeiruf 110" - Episode "Schuld" (BR) dabei. Bei den Serien und Mehrteilern in der Fiktonskategorie haben beispielsweise die Uwe-Tellkamp-Verfilmung "Der Turm" (ARD) und "Aufschneider" (Arte/ORF) Chancen.

Zu den Nominierungen in der Kategorie Unterhaltung/Spezial gehören, "Die Wiwaldi Show" (WDR), "Ausflug mit Kuttner" (SWR/EinsPlus), "Joko gegen Klaas - Das Duell um die Welt" (ProSieben), "Roche & Böhmermann" (ZDF) und "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" (RTL). Auch Günther Jauch kann sich Hoffnungen machen: Ihn setzte das Grimme-Institut für dessen "herausragende Leistung" in der "Wer wird Millionär?"-Ausgabe (RTL) vom 24. September 2012 auf die Liste. Bei den Serien dieser Kategorie sind unter anderem "Mord mit Aussicht" (WDR), "Der Tatortreiniger" (NDR) und "Götter wie wir" (ZDF) nominiert.

In der Kategorie Informationen/Kultur gingen Nominierungen beispielsweise an "Seelenvögel" (WDR), "Ein Klempner für tausend Seelen" (BR) und "37 Grad: Mensch Gottfried" (ZDF).

Gemischte Bilanz der Jury

Nach Sichtung von insgesamt 807 eingereichten Beiträgen zog das Institut eine gemischte Bilanz. "Das Fernsehjahr 2012 bot eine ganze Menge Ansehnliches und Diskussionswürdiges", sagte Grimme-Direktor Uwe Kammann. Wie gewohnt habe es bei der Fiktion Spitzenproduktionen gegeben und in der Information "durchaus eine Reihe von Sendungen mit Klasse bei ziemlich viel Masse". In der Unterhaltung fehlte es Kammann zufolge aber "an ausreichend Neuem, Besonderem und Weiterentwickeltem". In der Sparte Fiktion stellte er ein "Schwächeln der Serie" fest.

Grimme-Institut-Direktor Uwe Kammann (links) und der Referatsleiter Grimme Preis, Ulrich Spies
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Institutsdirektor Kammanns (links) Fazit lautet: 2012 habe im TV "eine ganze Menge Ansehnliches und Diskussionswürdiges" geboten.

Zufrieden zeigte sich der Grimme-Direktor über die Rekord-Zahl an eingereichten Beiträgen bei Information und Kultur. Erfreulich sei dabei auch das "breite Spektrum an Themen und Bearbeitungsformen". Eine "Überraschung" fand die Jury im "frischen Konzept" der ersten eigenproduzierten Serie im Bezahlfernsehen, "Add A Friend" bei TNT.

Der erste Preisträger steht unterdessen schon fest: Die Ehrung des Deutschen Volkshochschulverbandes als Stifter des Grimme-Preises geht diesmal an den Fernseh-Regisseur Matti Geschonnek. Er sei ein "inszenatorisch virtuoser und handwerklich hoch versierter Fernsehkünstler", der in "außergewöhnlich vielfältiger Weise die komplexen Beziehungsgeflechte der menschlichen Welten" darstelle, heißt es in der Begründung.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 29. Januar 2013 um 14:00 Uhr.

Stand: 29.01.2013 14:54 Uhr

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