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Einigung auf Übergangslösung
GEMA-Reform kommt frühestens 2014
Die bisherige GEMA-Preisstruktur bleibt 2013 größtenteils bestehen. Darauf einigten sich Vertreter der GEMA und der Bundesvereinigung der Musikveranstalter (BVMV). Die Übergangslösung sieht laut GEMA vor, dass die meisten Tarife für Musik-Veranstaltungen, mit Ausnahme von Konzerten, ab 2013 um fünf Prozent teurer werden.
Der Tarif für Clubs und Discos wird von April 2013 an um weitere zehn Prozent erhöht. Die umstrittene Tarifreform soll nun frühestens zum 1. Januar 2014 in Kraft treten.
Beide Tarifpartner hätten durch den Kompromiss Planungssicherheit für das kommende Jahr, teilten Vertreter beider Seiten mit. GEMA-Vorstandsmitglied Georg Oeller nannte das Verhandlungsergebnis eine "zufriedenstellende Lösung". Ähnlich äußerte sich der BVMV-Vorsitzende Ernst Fischer: "Mit dieser Lösung ist zumindest für 2013 die Zeit der existenziellen Ängste vieler Veranstalter beendet."
Aus für Clubs befürchtet
Nach Darstellung der Betreiber drohen durch die GEMA-Tarifreform derart hohe Gebührensteigerungen, dass Veranstaltungen und Betriebe gefährdet wären. Viele vor allem größere Clubs warnen in dem Streit vor einer großen Kostensteigerung für die künftige Musiknutzung. Die GEMA betont, die erste systematische Veränderung des Tarifsystems seit langem diene vor allem einer gerechteren und übersichtlicheren Staffelung.
Nach der nun verschobenen Reform hätten sich die Abgaben für große kommerzielle Veranstaltungen stark erhöht. Zugleich würden jedoch die Tarife für kleinere Angebote mit wenig Eintritt günstiger werden.
Leutheusser-Schnarrenberger begrüßt Kompromiss
Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zeigte sich auf ihrer Facebook-Seite erfreut: "Es ist gut, dass die Verhandlungsparteien aufeinander zugehen. Es ist eine kluge Entscheidung, sich mehr Zeit für Verhandlungen zu nehmen."
Stand: 20.12.2012 17:37 Uhr
