Preisträger des Deutschen Fernsehpreises 2016 | Bildquelle: dpa

Deutscher Fernsehpreis ARD-Drama "Nackt unter Wölfen" ausgezeichnet

Stand: 13.01.2016 23:15 Uhr

Der Deutsche Fernsehpreis in der Kategorie bester Film geht an die ARD-Produktion "Nackt unter Wölfen", die vom Überleben eines Jungen in einem Konzentrationslager erzählt. Auszeichnungen erhielten auch Ina Weisse und Jonas Nay sowie der NDR-Reporter Michel Abdollahi.

Der ARD-Film "Nackt unter Wölfen" ist als bester Film mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet worden. Der Film nach dem Buch von Bruno Apitz erzählt die Geschichte vom Überleben eines Kindes im Konzentrationslager Buchenwald.

Das Drehbuch von Stefan Kolditz berücksichtigte neue historische Erkenntnisse. Verfilmt wurde das Drama um ein von Häftlingen verstecktes Kind in Buchenwald von Philipp Kadelbach. Das Erste hatte den Film am 1. April 2015 zum 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald gesendet.

Ina Weisse erhält den Fernsehpreis als beste Schauspielerin. | Bildquelle: dpa
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Ina Weisse erhält den Fernsehpreis als beste Schauspielerin.

Ina Weisse als beste Schauspielerin geehrt

Als beste Schauspielerin wurde Ina Weisse ausgezeichnet. Die 47-Jährige wurde für ihre Darstellungen in "Ich will dich" (ARD) und "Ein großer Aufbruch" (ZDF) gewürdigt.

Die Auszeichnung für den besten Schauspieler ging an Jonas Nay, der in der RTL-Serie "Deutschland 83" einen jungen DDR-Soldaten spielt, der als Spion in den Westen geht.

Die Vox-Serie "Club der roten Bänder" wurde als beste Serie geehrt. Die Produktion zeigt den Alltag mehrerer Jugendlicher in einem Krankenhaus.

Schauspieler Jonas Nay erhielt die Auszeichnung als bester Schauspieler. | Bildquelle: dpa
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Schauspieler Jonas Nay wird für seine Rolle in einer RTL-Serie als DDR-Spion geehrt.

Auszeichnung für NDR-Reporter Abdollahi

Den Preis für die beste persönliche Leistung in der Information erhielt der NDR-Reporter Michel Abdollahi für seine Reportage "Im Nazidorf" und mehrere Straßenaktionen im NDR Kulturjournal. Der iranisch-stämmige Reporter hatte sich einen Monat lang im mecklenburgischen Dorf Jamel einquartiert, in dem Neonazis den Ton angeben.

Der Ehrenpreis der Stifter ging an den Journalisten Günter Wallraff. Der Journalist hat mehrere Enthüllungs-Bestseller ("Ganz unten") geschrieben, für seine investigativen Recherchen schlüpfte er immer wieder in andere Rollen.

Der Fernsehpreis, der 1999 ins Leben gerufen worden war, wurde in diesem Jahr erstmals nicht im Rahmen einer TV-Gala vergeben. Stifter des Deutschen Fernsehpreises sind ARD, RTL, Sat.1 und ZDF.

Verleihung des Deutschen Fernsehpreises
ARD-Morgenmagazin, 14.01.2016, Gudrun Engel, WDR

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. Januar 2016 um 05:30 Uhr.

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