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[Bildunterschrift: Thomas Bellut steht jetzt an der Spitze des ZDF. ]
Der bisherige ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut wird neuer Intendant des Senders und damit im März 2012 Nachfolger von Markus Schächter. Wie das ZDF mitteilte, wählte der Fernsehrat Bellut bereits im ersten Wahlgang mit überwältigender Mehrheit zum neuen Chef. Er erhielt bei der Abstimmung in Berlin von den 73 anwesenden Fernsehräten 70 Ja-Stimmen. Einer stimmte gegen Bellut, zwei enthielten sich; notwendig wären 47 Stimmen gewesen.
Der Fernsehratsvorsitzende Ruprecht Polenz erklärte: "Mit Thomas Bellut wird ein herausragender Medienmanager Intendant des ZDF." Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck sagte, die Wahl sei ein Indiz dafür, dass sich die Politik nicht mehr in die Top-Personalien des Senders einmische.
Bellut war der einzige Kandidat. Er soll das ZDF in der digitalen Welt verankern, in der Fernsehen und Internet zunehmend verschmelzen. Der gebürtige Osnabrücker hat seine Karriere auf dem Mainzer Lerchenberg 1984 mit einem Volontariat begonnen und blieb dem Zweiten sein ganzes Arbeitsleben lang treu. Den Zuschauern dürfte er vor allem als Moderator von Wahlsendungen und des "Politbarometers" bekannt sein. In "Was nun...?" befragte er bis 2002 die Politprominenz. Anschließend stieg der als konservativ geltende Journalist im Haus zum Programmdirektor auf - neben Intendant und Chefredakteur einer der einflussreichsten Posten im Sender.
Nach mehreren heftig umstrittenen Personalentscheidungen im ZDF ging die Wahl Belluts ohne Probleme über die Bühne. Zwar hatte sich der Feuilleton-Chef der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", Claudius Seidl, selbst für den Intendanten-Posten ins Gespräch gebracht. Die Bewerbung des ZDF-Kritikers blieb aber aussichtslos, da er keinen Unterstützer im Fernsehrat fand und so nicht zur Wahl zugelassen werden konnte. Kurz vor der Wahl hatte das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in zweiter Instanz einen Eilantrag eines anderen Bewerbers gegen die Abstimmung verworfen. Ein Mann, der sich beim ZDF ohne Erfolg als Intendant beworben hatte, wollte das Verfahren stoppen.
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