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Olga Martynova ausgezeichnet

Ingeborg-Bachmann-Preis für ein "luftiges Porträt"

Olga Martynova ist neue Trägerin des Ingeborg-Bachmann-Preises. Martynova, die 1962 in der russischen Stadt Dudinka geboren wurde und mittlerweile in Frankfurt am Main lebt, wurde für den Text "Ich werde sagen: 'Hi!'" ausgezeichnet. In einer Stichwahl setzte sie sich gegen Matthias Nawrat durch. Die Jury wertete den Text als einen der wenigen Beiträge, der über private Betrachtungen hinausreichte.

Die Lyrikerin und Essayistin zeichnet mit kulturgeschichtlichen Bezügen das Porträt eines jungen Mannes, der sich gleichzeitig für das Erwachen erotischer Gefühle wie für die Dichtung interessiert. Die Jury lobte den Text als "leichtes, luftiges Porträt", freute sich an "anarchischem Witz" und einem "Griff in die Menschheitsgeschichte". Martynova sei eine große Schriftstellerin. Ihre Figur sei ein Schelm, wie er nur von Martynova erfunden sein könne.

Der Ingeborg-Bachmann-Preis in Gedenken an die gleichnamige Schriftstellerin und Lyrikerin gilt als eine der bedeutendsten Auszeichnungen für Literatur im deutschsprachigen Raum. Er wird seit 1977 vergeben. Das Preisgeld beträgt 25.000 Euro.

Stichwort

Mit dem Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb, der seit 1977 in Klagenfurt stattfindet und mit der Vergabe des Ingeborg-Bachmann-Preises verbunden ist, wird die Erinnerung in die österreichische Dichterin (1926-1973) aufrechterhalten. Ulrich Plenzdorf, Uwe Tellkamp oder Tilman Rammstedt verhalf die Auszeichnung zu großem schriftstellerischem Erfolg. Bachmann schrieb zahlreiche Erzählungen, Gedichte und Hörspiele. Sie gilt als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts.

Der Ingeborg-Bachmann-Preis gilt als eine der bedeutendsten Auszeichnungen für Literatur im deutschsprachigen Raum. Das Preisgeld beträgt 25.000 Euro.

Stand: 08.07.2012 12:09 Uhr

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