Kommentar

Bundeskanzlerin Merkel mit den Youtubern Lisa Sophie, Mirko Drotschmann und Ischtar Isik. | Bildquelle: dpa

YouTuber fragen Merkel Nicht aus der Reserve zu locken

Stand: 16.08.2017 17:58 Uhr

Sechs Wochen vor der Bundestagswahl dürfen YouTuber ran: Sie löchern die Kanzlerin mit Fragen. Doch wer glaubt, da kämen jetzt die ganz anderen Fragen oder gar Antworten, der täuscht sich, meint Oliver Köhr. Mit Ausnahme von einer einzigen Frage.

Ein Kommentar von Oliver Köhr, ARD-Hauptstadtstudio

Wer gedacht hat, da kommen jetzt ganz andere Fragen von den YouTubern und ganz andere Antworten von Angela Merkel, der hat sich getäuscht. Die Themen sind die gleichen wie bei klassischen Interviews von Fernsehsendern oder Zeitungen. Es geht um Trump, um Nordkorea, um Diesel, um E-Mobilität, um die "Ehe für alle".

Sprachlos bei der T-Shirt-Frage

Merkel hat die Antworten auf diese drängenden Themen der Zeit parat. YouTuber fragen vielleicht etwas frecher, manche fragen vielleicht auch etwas unbedarfter - aber es gelingt ihnen nicht, Angela Merkel aus der Reserve zu locken. Sie pariert eigentlich alle Fragen gut.

Kommentar: Youtuber bringen Merkel nicht aus der Fassung
16.08.2017, Oliver Köhr, ARD Berlin

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Mit einer Ausnahme: als sie gefragt wird, was für einen Spruch sie sich gerne auf ihr T-Shirt drucken würde. Das ist nun wirklich ein Thema, dass in Merkels Lebenswirklichkeit überhaupt nicht vorkommt, entsprechend muss sie nicht nur zögern, sondern passen: Darauf hat sie keine Antwort parat.

Also bleibt es ein doch recht überschaubarer Erkenntnisgewinn nach diesen Interviews. Und für Angela Merkel ist klar: Den Fragen von YouTubern ist sie durchaus gewachsen. Sie pariert sie. So wie es bei Fragen von langjährigen Hauptstadtjournalisten machen würde.

Redaktioneller Hinweis

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 16. August 2017 um 17:00 Uhr.

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