Kommentar

Treffen von Putin und Trump "Lichtblick eines turbulenten Tages"

Stand: 07.07.2017 23:52 Uhr

Mit Spannung wurde das Treffen zwischen den beiden Alphatieren Trump und Putin erwartet. Doch der große Showdown blieb aus. Stattdessen waren beide Seiten bemüht, Handlungsfähigkeit zu demonstrieren. Es ist die vielleicht beste Nachricht dieses Gipfeltages.

Ein Kommentar von Stefan Niemann, ARD-Studio Washington

Amerikaner lieben Duelle, den Showdown zwischen Machos in der Manege. Das erste Treffen zwischen Trump und Putin beschrieben US-Kollegen als Aufeinandertreffen zweier Alphamännchen. Genüsslich analysierten sie jede Geste bei der ersten Begegnung dieser ungleichen Präsidenten. Deren geschäftsmäßiger Händedruck war dann fast schon enttäuschend.

Obwohl sich die mächtigen Männer zuvor nie begegnet waren, sind ihre Namen filmreif verflochten. Noch nicht bewiesen, aber eben auch nicht widerlegt: Der Verdacht, Russlands Regierung habe durch Manipulation der öffentlichen Meinung in den USA Trump zum Sieg über Clinton verholfen. Vom ersten Amtstag an überschattet der Vorwurf einer mutmaßlichen Zusammenarbeit zwischen Putins Leuten und Trumps Wahlkämpfern dessen Präsidentschaft. Schon deshalb haben sie sich im Weißen Haus vor diesem symbolträchtigen ersten Treffen nervös die Fingernägel abgekaut.

Trump trifft Putin. Der Kommentar von Stefan Niemann, NDR
tagesthemen 22:10 Uhr, 07.07.2017

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Trump meistert Balanceakt

Doch der impulsive Trump hat den heiklen Balanceakt mit dem deutlich erfahreneren Putin offenbar ganz gut gemeistert: Er sprach die russischen Einmischungsversuche an und sagte, man müsse mehr für Cybersicherheit tun. Das entbehrt vor dem Hintergrund mutmaßlicher Hackerangriffe der Russen nicht der Ironie.

Erstaunlich schnell haben sich der kühl kalkulierende Kremlveteran und der impulsive Neuling aus dem Weißen Haus offenbar auf ein gemeinsames Interesse verständigt: Beide wollen zeigen, dass sie zusammen Greifbares zustandebringen können: Von Deeskalationszonen und einer Art Waffenstillstand ist nun die Rede - nicht zwischen dem Russen und dem Amerikaner, sondern im Südwesten Syriens. Mit einem solchen Signal könnten sich diese beiden zu Hause sehen lassen. Der große Showdown zwischen Trump und Putin - heute ist er ausgeblieben. Vielleicht ist das die beste Nachricht dieses turbulenten Tages.

Redaktioneller Hinweis

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Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 07. Juli 2017 um 22:10 Uhr.

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