Kommentar

Debatte über Öffentlich-rechtliche Für die Demokratie wie Sauerstoff

Stand: 28.02.2018 21:13 Uhr

Die öffentlich-rechtlichen Sender sind Diener der Gesellschaft. Sie recherchieren, informieren und unterhalten. Wir sind aber nicht unfehlbar. Nötig ist daher auch Selbstkritik.

Ein Kommentar von Sonia Seymour Mikich, WDR

Ich wünsche der Schweiz, dass ihr öffentlicher Rundfunk erhalten bleibt. Was für eine Errungenschaft: Angebote für alle - ohne damit Geld machen zu müssen. Ohne Rücksicht auf den Staat oder mächtige Wirtschaftsgruppen.

Wir Öffentlich-Rechtlichen sind Diener einer Gesellschaft, die informiert, unterhalten und aufgeklärt bleiben will. Weil die Gesellschaft aber immer mehr zerbröselt, in immer kleinere Gruppen, ist eine gemeinsame Öffentlichkeit so wichtig.

"Wir, Unser, Uns". Ob Eishockeydrama, Tatort, fantastische Unterwasserwelten, Reportagen vor der Haustür, Breaking News.

Aufklärung - ist öffentlich-rechtliche DNA. Wer zeigt die Namen von milliardenschweren Steuerverbrechern? Wer durchleuchtet das Doping im Sport? Wer bitteschön, schickt die  Reporterin ins lebensgefährliche Nordnigeria, auf der Suche nach den verschleppten Schulmädchen?

WIr sind aber nicht unfehlbar

Menschen befähigen, ein eigenes Urteil zu bilden, ist teuer, gesprächswertig und für die Demokratie wie Sauerstoff. Wir sind aber nicht unfehlbar.

Und deswegen Selbstreflexion: Wir werden ja von allen bezahlt. Bilden wir die Interessen aller ab? Deswegen Selbstkritik: Sind wir zu schnell beleidigt, wenn wir hinterfragt werden? Deswegen Selbstbescheidung: Sind wir wirklich im Besitz der einzigen Wahrheit? Wir Macher diskutieren das längst, glauben Sie mir.

Und noch ein Letztes, ich bin auch normale Nutzerin: Ja, ich brauche auch nicht alles, was mir ARD und ZDF so anbieten. Aber: Was ich langweilig finde, ruft in anderen große Vorfreude auf. Ich schaffe es spielend, mit Fernsehen, Radio, Online zwei, drei Stunden am Tag gut zu verbringen. Mit Sachen, die spannend oder entspannend, anspruchsvoll oder seicht sind. Niemand zwingt mich, irgendetwas anzuschauen. Den Rundfunkbeitrag hole ich durch viele Programmjuwelen locker wieder rein. Und nein, kein Chef, kein Lobbyist hat mir diesen Text vorgetrötet.

Sonia Seymour Mikich, WDR, kommentiert den öffentlich-rechtlichen Rundfunk
tagesthemen 22:15 Uhr, 28.02.2018

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Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 28. Februar 2018 um 22:15 Uhr.

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