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Kommentar

Die FDP nach der Niedersachsen-Wahl

Wie gewonnen, so zerronnen

Von Peter Mücke, NDR, ARD-Hauptstadtstudio

Respekt! Das hätten viele Philipp Rösler nicht zugetraut. Mit dem Wahlerfolg in Niedersachsen im Rücken stellt er die Vertrauensfrage, setzt damit seinem Widersacher Rainer Brüderle die Pistole auf die Brust - und sorgt dafür, dass alle davon erfahren.

Rainer Brüderle kneift

Und Rainer Brüderle? Kneift. Der Mann, der in den vergangen Wochen und Monaten ordentlich am Stuhl des Parteichefs mitgesägt hat, zaudert in dem Moment, in dem er selbst Chef werden konnte. Das war hohes Risiko von Rösler. Alles auf eine Karte - und gewonnen, kurzfristig jedenfalls.

Langfristig jedoch ist gar nichts gewonnen - weder für den Parteichef, noch für die FDP.

Kommentar: Respekt, Herr Rösler, aber langfristig ist nichts gewonnen
P. Mücke, ARD Berlin
21.01.2013 20:53 Uhr

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Die Idee: Team. Die Realität: Grätsche - gegen den eigenen Mann

Rösler Mannschaftskapitän, Brüderle Mittelstürmer - so soll das Team funktionieren. Schöne Idee. Allerdings wird der gedemütigte Fraktionschef jede Gelegenheit nutzen, den eigenen Spielführer umzugrätschen. So, wie er es bisher auch schon gemacht hat.

Und mit diesem Duo will die FDP den Bundestagwahlkampf bestehen: Mit einem Spitzenmann, der sich vor der Verantwortung drückt. Und einem Parteichef, dem viele nach wie vor das Amt nicht zutrauen.

Der Wahlerfolg von Sonntag - die FDP hat ihn schon wieder zunichte gemacht. Auch dafür Respekt!

Über dieses Thema berichtete das nachtmagazin am 22. Januar 2013 um 00:30 Uhr.

Stand: 21.01.2013 21:17 Uhr

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