Kommentar

Kommentar zum Wahlergebnis Misstrauensvotum für Gabriel

Stand: 12.12.2015 08:53 Uhr

Das Wahlergebnis ist bitter für SPD-Chef Gabriel, es ist ein Misstrauensvotum für seine Politik und für seine Person. Und während die Partei ihren Frontmann demoliert, habe sie sich selbst womöglich um ein achtbares Wahlergebnis gebracht.

Von Sabine Rau, WDR

Natürlich versucht Gabriel alles, um das Ergebnis besser aussehen zu lassen, doch selten ist ein Parteichef so brüskiert worden. Man muss kein Gabriel-Fan sein, aber das ist beispiellos. 25 Prozent der Regierungspartei SPD versagen ihrem Vorsitzenden die Gefolgschaft. Das hat niemand für möglich gehalten: Gabriel ist beschädigt als Parteichef, er ist beschädigt als Vizekanzler und als künftiger Kanzlerkandidat.

Was ist passiert? Das, was ihm öfter passiert. Gabriel hatte seine schärfste Kritikerin auf dem Parteitag, die ihrerseits ziemlich forsche Juso-Chefin, rüde abgekanzelt. Das war, gelinde gesagt, ungeschickt. Doch das allein kann es nicht gewesen sein: Gabriel hat in seiner Parteitagsrede seinen Kurs klar abgesteckt. Und der hat nicht allen gefallen: Für Begrenzung der Flüchtlingszahlen, für Innere Sicherheit, für eine Politik der Mitte. Ein Viertel der Delegierten hat dem Parteichef die Quittung dafür ausgestellt: So nicht. Das ist ein Misstrauenvotum für seine Politik, und es ist ein Misstrauenvotum für die Person: Der oft sprunghafte, launische, unbeherrschte Parteichef hat sich wahrhaftig nicht viele Freunde gemacht. Das Wahlergebnis ist bitter für ihn. Es lässt seine Leistung und die Erfolge seiner Politik in der Großen Koalition völlig außer Acht.

Seine heutige Antwort darauf: die Fronten sind geklärt, er hält Kurs  – Chapeau. Doch welche Chancen hat der SPD-Chef für die nächste Bundestagswahl? Die SPD hat heute ihren Frontmann demoliert und sich selbst womöglich um ein achtbares Wahlergebnis gebracht.

Sabine Rau, WDR, kommentiert Gabriels Wahlergebnis
tagesthemen 21:45 Uhr, 11.12.2015

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