Kommentar

 Bundeskanzlerin Angela Merkel mit zur Raute gefalteten Händen  | Bildquelle: dpa

DeutschlandTrend Merkel zum Erfolg

Stand: 02.04.2020 19:36 Uhr

Die Bevölkerung bringt der Regierung in der Krise großes Vertrauen entgegen. Profitieren kann davon im DeutschlandTrend aber nur die Union - die SPD geht leer aus. Und das hat Gründe.

Ein Kommentar von Oliver Köhr, ARD-Hauptstadtstudio

Friedrich Merz ist mal angetreten, CDU-Vorsitzender zu werden - mit dem Ziel, die Union wieder an die 40 Prozent zu führen. Jetzt ist die Union auf gutem Weg dahin. Und das ganz ohne Zutun von Friedrich Merz.

Die Kanzlerin erlebt einen Zuspruch wie seit Jahren nicht. Es geht zwar schon bergauf, seit sie die lästige Parteiarbeit abgegeben hat. Aber in der Corona-Krise kann und muss sie Politik machen, wie es Merkel liegt: Auf Sicht fahren, nicht die großen Linien zeichnen, sondern Schritt für Schritt eins nach dem anderen abarbeiten, die Lage jeden Tag neu bewerten. Die Vision, die über Monate oder Jahre trägt, erwartet jetzt keiner.

Oliver Köhr, MDR, kommentiert das Stimmungshoch der Union
tagesthemen 22:40 Uhr, 02.04.2020

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Und das Krisenmanagement à la Merkel trägt zur Beruhigung bei. Vielleicht auch, dass sie sich nicht so aufführt wie anderswo die Präsidenten. Keine täglichen Auftritte im Kreise von Virologen, keine martialischen Begriffe wie Krieg. Davon profitieren auch andere Regierungsmitglieder. Nämlich alle, die jetzt handeln. Zum Beispiel Jens Spahn, Peter Altmaier - und auch Olaf Scholz.

Die SPD als Partei hat nichts davon. Da rächt sich, dass die Parteichefs nicht in der Regierung sind, ergo zurzeit fast unsichtbar bleiben. Und wenn Saskia Esken doch auftaucht, dann mit der Forderung nach mehr Steuern oder Abgaben. Muss man auch wollen in diesen Zeiten.

Das Plus für die Union geht übrigens komplett zu Lasten der Oppositionsparteien. Genau wie die SPD können sie sich damit trösten, dass ein Umfrageplus in Krisenzeiten sehr kurzlebig sein kann. Die Regierung rechnet mit Hunderttausenden Arbeitslosen und einem Einbruch der Wirtschaft um sechs Prozent oder mehr. Ausruhen auf den aktuellen Umfragewerten sollte sich jedenfalls keiner.

Redaktioneller Hinweis

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Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 02. April 2020 um 22:40 Uhr.

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