Kommentar

Die Bilanz von Madrid Das war eine Nullnummer

Stand: 15.12.2019 21:29 Uhr

Das Ergebnis der Klimakonferenz von Madrid kommt einem Scheitern gleich. Das aber ist besser als ein schlechter Kompromiss. Umso mehr ist nun die EU gefordert - und Deutschland.

Ein Kommentar von Werner Eckert, SWR, zurzeit Madrid

Es sollte ein Kampf für mehr Klimaschutz werden, am Ende war es eine Abwehrschlacht gegen den Rückschritt. Das Ergebnis kommt einem Scheitern nahe.

Es sind schlechte Zeiten für gemeinsames Handeln. Auf der einen Seite stehen die Staaten, die langsam kapieren, dass das kein Spaß wird mit dem Klimawandel. Die zuhause Schüler auf den Straßen haben und bei denen das Thema in Wahlkämpfen eine große Rolle spielt.

Auf der anderen Seite sind die Länder, die diesen Druck nicht haben - oder nicht spüren wollen: Brasilien, Australien, Saudi-Arabien teilweise Indien. Sie nehmen sich ein Vorbild an den USA und stellen eigene Interessen über den gemeinsamen Anlauf, den Ausstoß an Treibhausgasen zu begrenzen.

Werner Eckert, SWR, kommentiert das Ergebnis des UN-Weltklimagipfels
tagesthemen 23:15 Uhr, 15.12.2019

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Ein unerfüllbarer Auftrag

Deshalb konnte die Konferenz ihren eigentlichen Auftrag nicht erfüllen, nämlich Regeln für den Handel mit Klimaschutz-Zertifikaten zu schaffen. Aber besser kein Deal, als ein schlechter Deal. Es wäre eine Lösung mit riesigen Schlupflöchern herausgekommen,

Außerdem fehlt es an politischer Führung im Klimaschutzprozess. Die EU hat zwar einen Punkt gemacht mit ihrem "Green Deal". Aber er kam zu spät, um in Madrid andere noch mitreißen zu können. Und schließlich kam in Madrid noch eine heillos überforderte Konferenzpräsidentin dazu.

Man kann das lange analysieren. Fakt ist: Im dringend nötigen Kampf gegen den Klimawandel war das eine Nullnummer. Umso mehr müssen jetzt diejenigen zuhause liefern, die wirklich etwas wollen - die EU-Staaten. Und in der Folge muss Deutschland dringend sein Klimaschutzpaket aufrüsten, wenn es glaubwürdig bleiben will. 

Redaktioneller Hinweis

Kommentare geben grundsätzlich die Meinung des jeweiligen Autors und nicht die der Redaktion wieder.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 15. Dezember 2019 um 20:00 Uhr.

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