Kommentar

Coronavirus Einen kühlen Kopf bewahren

Stand: 28.02.2020 02:54 Uhr

Das Coronavirus ist gefährlich, keine Frage - auch gefährlicher als die "normale" Grippe, die derzeit ebenfalls grassiert. Dennoch sollten alle nun nicht in Panik verfallen.

Ein Kommentar von Monika Wagener, WDR

Gestern Abend im Supermarkt: Eine sichtlich erschöpfte Kassiererin entschuldigt sich für die ausgedünnten Regale. "Hamsterkäufe. Sie wissen schon: Corona". Seit die Zahl der Erkrankten auch in Deutschland wächst, gerät für viele die Welt aus den Fugen. Sie schwanken zwischen Panik und Verwunderung, zwischen Rationalität und Ängsten.

Und das hat viel mit Wörtern zu tun - und mit Medien. "Immer mehr Infizierte", "Corona-Angst in Deutschland", "Familienvater kämpft um sein Leben". Epidemie, Pandemie, dramatisch. Keine Frage: Das Corona-Virus ist mit einer zweiprozentigen Sterblichkeit gefährlich, auch gefährlicher als die normale Grippe, mit der wir jedes Jahr zu tun haben.

Monika Wagener, WDR, kommentiert den Umgang mit dem Coronavirus in Deutschland
tagesthemen 22:15 Uhr, 27.02.2020

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Doch diese "normale" Grippe ist auch gefährlich. Auch sie hat zum Beispiel in dieser Saison schon 160 Todesopfer gefordert, fast 100.000 Menschen sind erkrankt. Mehr als 16.000 mussten im Krankenhaus behandelt werden. Wenn die Medien auch über jeden einzelnen dieser Fälle in gleicher Form berichten würden, würde wahrscheinlich niemand mehr das Haus verlassen.

Corona nicht verharmlosen

Dabei darf bei Corona nichts verharmlost werden. Wachsamkeit und rationales Handeln sind dringend nötig, vor allem um die zu schützen, die am stärksten gefährdet sind: alte Menschen, Immungeschwächte, Menschen mit Vorerkrankungen.

Das Robert-Koch-Institut hat eigentlich dafür eine kluge Strategie entwickelt: Corona eindämmen, solange es möglich ist, um Zeit zu gewinnen, Zeit für Impfstoffe, Zeit für Gegenmittel und für die Aufrüstung der Kliniken. Wenn Eindämmen nicht mehr möglich ist, Konzentration auf den Schutz und die Versorgung der besonders Gefährdeten. Jeder kann mithelfen, die Verbreitung zu verlangsamen durch Wachsamkeit und gute Hygiene. Panikmache hilft dabei keinem. Medien und Verantwortliche müssen jetzt einen kühlen Kopf bewahren.

Redaktioneller Hinweis

Kommentare geben grundsätzlich die Meinung des jeweiligen Autors und nicht die der Redaktion wieder.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 27. Februar 2020 um 21:45 Uhr.

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