Kommentar

CDU-Regionalkonferenz Das böse Erwachen kann noch kommen

Stand: 01.12.2018 01:15 Uhr

Die CDU ist nach ihren Regionalkonferenzen euphorisiert. Doch nach der Wahl droht Katerstimmung: Merkels Nachfolger muss eine Partei einen, die in unterschiedliche Richtungen drängt.

Ein Kommentar von Oliver Köhr, MDR

Die CDU kann selbst kaum glauben, was da gerade in der Partei passiert. "Elektrisiert", "euphorisiert", "wachgeküsst" und noch poetischere Vokabeln der Glückseligkeit sind zu hören.

Die drei Kandidaten sprechen entweder über die vergangenen Jahre als bleierne Zeit. Oder erklären, die CDU habe den Aufstieg der AfD mit Achselzucken hingenommen. Oder sie benennen unter Applaus Fehler von Angela Merkels Flüchtlingspolitik.

Das sagen CDU-Politiker über die CDU bei Veranstaltungen, die von der CDU organisiert werden. Das ist tatsächlich ein Meilenstein, das hat's so noch nie gegeben.

Parteichef-Wahlen wie in der Nachkriegszeit

Dabei sollten solche Diskussionen in einer Partei selbstverständlich sein - über den Vorsitzenden und auch über den Kurs.

Merkel hat die CDU in Vielem aus dem Muff der Kohl-Zeit rausgeholt. Der Chef oder die Chefin wurde aber bis jetzt gewählt wie in der Nachkriegszeit. Im Vorstand nominiert, ohne Auswahl, ohne Basisbeteiligung.

Oliver Köhr, MDR, kommentiert die Regionalkonferenz der CDU
tagesthemen 21:45 Uhr, 30.11.2018

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Nach der Wahl droht Katerstimmung

Trotz aller Begeisterung über Regionalkonferenzen kann das böse Erwachen noch kommen: Zum einen, weil am Ende nicht die Basis wählt, sondern nur 1001 Delegierte. Darüber gibt es jetzt schon Unmut - und die Forderung, dass beim nächsten Mal eine Mitgliederbefragung her müsse.

Und dann droht eine heftige Katerstimmung gleich nach der Wahl: Friedrich Merz kommt bei vielen Regionalkonferenzen gut an. Annegret Kramp-Karrenbauer führt in Umfragen unter CDU-Anhängern. Beide trennen aber Welten in Stil, Ton und teilweise auch Inhalt.

Der Kampf um den Vorsitz - eine Lockerungsübung

Was passiert nach der Wahl - bei einem womöglich knappen Wahlergebnis?

Dann gibt es viele Enttäuschte, vielleicht auch Frustrierte und die Gefahr, dass die gefühlte Aufbruchstimmung schnell wieder vorbei ist.

Der oder die neue Vorsitzende muss für eine Partei, die in mindestens zwei unterschiedliche Richtungen drängt, einen gemeinsamen Weg finden. Dagegen ist der Kampf um den Vorsitz selbst nur eine Lockerungsübung.

Redaktioneller Hinweis

Kommentare geben grundsätzlich die Meinung des jeweiligen Autors und nicht die der Redaktion wieder.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 30. November 2018 um 21:45 Uhr.

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