Kommentar

Das Wahlergebnis der CSU An sich selbst gescheitert

Stand: 15.10.2018 08:28 Uhr

Die CSU hat sich das katastrophale Wahlergebnis selbst zuzuschreiben. Die Partei muss wieder eine solide Politik machen und mit dem Schlingerkurs aufhören. Dazu gehört auch die Merkel-Frage.

Ein Kommentar von Achim Wendler, ARD-Hauptstadtstudio

Was für ein wunderbarer Anlass für Endzeitbefunde! Nach dem Motto: Die Bayernwahl 2018 ist das Ende der Volksparteien, das Ende der Stabilität in Deutschland. Dergleichen kann man jetzt schon lesen und hören. Aber es ist falsch.

Die CSU hat schlecht abgeschnitten, so schlecht, dass ihre Rolle als Volkspartei infrage steht. Aber warum? Weil die Gesellschaft immer weiter zersplittert? Weil so viele Preußen nach Bayern gezogen sind, die die CSU nicht lieben? So haben CSU-Politiker argumentiert. Es ist auch richtig, aber nicht wichtig.

Die CSU hat vor allem wegen eigener Fehler schlecht abgeschnitten. Ein nicht sonderlich beliebter Spitzenkandidat, streitendes Führungspersonal, die Kanzlerin weder gestützt noch gestürzt, eigene Ziele verfehlt, auf die falschen Themen gesetzt. Kurz, die CSU ist einfach nicht gut genug.

Kommentar: Achim Wendler, BR, zum Ergebnis der Landtagswahl in Bayern
tagesthemen 22:50 Uhr, 14.10.2018

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Was nun geschehen muss

Schon nach der Bundestagswahl hatte Horst Seehofer gesagt: "Wir haben verstanden." Mag sein, aber "verstehen" heißt halt nicht automatisch auch verbessern. Und das muss nun wirklich losgehen! Bitte jetzt bloß nicht "genau analysieren", wie es viele in der CSU fordern. Es wäre verschwendete Zeit. Es würde den Wählerverlust weder verständlicher noch erträglicher machen.

Die CSU sollte einfach anfangen, wieder ordentliche Politik zu liefern. Und zwar in München und Berlin. Sie muss mit der CDU die Flüchtlingsfrage endlich beantworten, nicht verdrängen. Sie muss auch die Merkel-Frage beantworten! Es gibt nur Stützen oder Stürzen, aber nicht Stänkern. Und sie muss Schluss machen mit dem Rumgeeier bei Diesel, Klimafragen, Wohnungsbau, Digitalisierung.

Wenn die CSU das alles macht, dann sind 40 Prozent durchaus wieder drin. Das Gerede vom Ende der Volksparteien ist nur eine Ausrede.

Redaktioneller Hinweis

Kommentare geben grundsätzlich die Meinung des jeweiligen Autors und nicht die der Redaktion wieder.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 14. Oktober 2018 um 22:50 Uhr.

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