Dossier
Aktuell
Am Ende steht nur eine Erklärung
193 Länder haben auf dem Weltklimagipfel in Kopenhagen verhandelt. Ziel war eigentlich ein neues Klimaschutzabkommen. Ein Nachfolgevertrag für das Kyoto-Abkommen sollte gefunden werden, denn das Protokoll läuft 2012 aus. Das Ergebnis ist davon aber weit entfernt.
Nach der Klimakonferenz von Kopenhagen
Ein weltweites Klima-Abkommen wurde auf dem Gipfel in Kopenhagen nicht unterzeichnet. Doch Kanzlerin Merkel bleibt weiter optimistisch. Bei den Treffen in Bonn und Mexiko gehe es 2010 endlich um verbindliche Klimaschutzziele, sagte sie. Klima-Experten und Politiker der Opposition reagierten dagegen enttäuscht. [mehr]
Klimaforscher Schellnhuber im tagesschau-Chat
"Ein kümmerliches Ergebnis" nennt Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber die Resultate des Kopenhagener Klimagipfels im tagesschau-Chat. Seine Bilanz fällt dementsprechend drastisch aus: Er glaube nicht mehr an einen Klimaschutz im Rahmen der UN. Jetzt sei jeder Einzelne gefordert. [mehr]
Statistik des Deutschen Wetterdiensts
Das zu Ende gehende Jahrzehnt war das wärmste seit mindestens 130 Jahren. Der Deutsche Wetterdienst errechnete für die Jahre von 2000 bis 2009 eine Durchschnittstemperatur von 9,4 Grad Celsius. Das waren 1,2 Grad mehr als das Mittel von 1961 bis 1990. Spitzenwerte gab es auch beim Niederschlag. [mehr]
Bilanz des Klimagipfels
Nach rund zwei Wochen Verhandlungen beim Klimagipfel war noch nicht einmal das Abschlussdokument konsensfähig. Das Zwei-Grad-Ziel schaffte es als einzig nennenswerte Festlegung in den "Copenhagen Accord". Doch auch dieses Ziel steht auf der Kippe. Werner Eckert analysiert das Ergebnis. [mehr]
Nach heftigem Widerstand mehrerer Länder
Der Weltklimagipfel in Kopenhagen hat sich nur auf einen Minimalkonsens geeinigt. Die Konferenz beschloss, die gestern von mehreren Staats- und Regierungschefs mühsam ausgehandelte politische Erklärung lediglich "zur Kenntnis zu nehmen". Am Nachmittag ging das Treffen offiziell zu Ende. [mehr]
Abschlusstext des UN-Klimagipfels
Es war der kleinste gemeinsame Nenner, auf den man sich beim Klimagipfel in Kopenhagen gerade noch so einigen konnte: Der heftig umstrittene "Copenhagen Accord" soll ein neues Klimaschutzabkommen vorbereiten. Doch was steht in dem Papier? Und was nicht? [mehr]
Reaktionen zum Klimakompromiss
US-Präsident Obama und UN-Generalsekretär Ban sind sich einig: Der Klimabeschluss ist ein "guter Anfang". Die große Mehrheit der Politiker, Experten und Umweltschützer allerdings zeigt sich enttäuscht von dem Ergebnis des Gipfels - sie hatten mehr erwartet. [mehr]
Interview mit Mojib Latif
Nach dem Klimagipfel in Kopenhagen ist auch bei dem Klimaforscher Latif die Enttäuschung riesengroß. Ihm fehle langsam der Glaube, dass es irgendwann doch noch ein verbindliches Abkommen geben werde, sagt er im Gespräch mit tagesschau.de. [mehr]
Hinter den Kulissen beim Klimagipfel
Zum Misserfolg in Kopenhagen haben viele beigetragen: Von den westlichen Industrielobbyisten über China bis Saudi-Arabien. Sie bremsten, wo nur möglich. Vergessen waren die Appelle der Inselstaaten, denen das Wasser bis zum Hals steht. ARD-Reporter schauten hinter die Kulissen. [video]
US-Kongress bestimmt Klimaschutz
Die Rede von US-Präsident Obama war für viele Teilnehmer der Klimakonferenz in Kopenhagen eine Enttäuschung, denn er hatte nichts Neues im Gepäck. Doch Obama kann nur so viel versprechen, wie der US-Kongress zulässt. Und den Abgeordneten steht im nächsten Jahr eine Wahl bevor. Ralph Sina berichtet. [mehr]
Kommentar
Erst Hopenhagen, jetzt Floppenhagen: Nach monatelangen Verhandlungen steht die Erkenntnis, dass Gipfel-Großveranstaltungen nicht zum Ziel führen, meint Werner Eckert. Globale Probleme brauchen globale Lösungen - einzig das Personal passt nicht zur Aufgabe. [mehr]