verunglückter Zug bei Bad Aibling

Zusammenstoß bei Bad Aibling Vier Tote bei Zugunglück in Bayern

Stand: 09.02.2016 09:26 Uhr

Am Morgen sind in Bad Aibling zwei Personenzüge frontal zusammengestoßen. Beide Züge entgleisten. Nach Angaben der Polizei kamen bei dem Unglück mindestens vier Menschen ums Leben. Etwa 100 Passagiere wurden verletzt - 55 von ihnen schwer.

In Bayern sind am Morgen zwei Nahverkehrszüge frontal zusammengestoßen und entgleist. Mindestens vier Menschen kamen nach neuesten Angaben der Bundespolizei ums Leben. Polizeisprecher berichten zudem von 100 verletzten Insassen - 55 von ihnen erlitten demnach schwere oder schwerste Verletzungen. Es wird befürchtet, dass die Zahl der Todesopfer noch steigen könnte. Die Polizei schließt nicht aus, dass sich noch weitere Opfer in den Trümmern des Zuges befinden. Einer der beiden Lokführer wird nach BR-Informationen derzeit vermisst, der andere ist tot.

BR_Oberbayern @BR_Oberbayern
Feuerwehr sucht nach Lokführer. Einer ist unter den Toten, der andere laut Polizei vermisst. #BadAibling #Zugunglück https://t.co/9XF8017x9z

Das Unglück ereignete sich nach Polizeiangaben um 6.48 Uhr bei Bad Aibling in der Nähe des dortigen Klärwerks auf der eingleisigen Strecke zwischen Rosenheim und Holzkirchen. Dieser Streckenabschnitt ist nach Angaben der Deutschen Bahn grundsätzlich für Geschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde zugelassen.

Rettungsarbeiten laufen

Die BR-Reporter Julian von Löwis und Diethard Kühne berichteten, dass die Unglücksstelle in einem Waldstück in einer Kurve liege. Die Züge hätten sich ineinander verkeilt, seien aber nicht vollständig zerstört. Die Bergungsarbeiten laufen auf Hochtouren. Hunderte Einsatzkräfte, Dutzende Rettungsfahrzeuge und acht Hubschrauber sind im Einsatz, um die Verletzten aus dem unwegsamen Gelände in die umliegenden Krankenhäuser zu bringen. Aus der gesamten Region sowie aus dem benachbarten Österreich sind Helfer vor Ort.

Mehrere Straßen in der Nähe der Unfallstelle sowie die Zugstrecke zwischen Rosenheim und Holzkirchen sind nach Informationen des Bayerischen Rundfunks gesperrt.

Mehrere Tote und viele Verletzte bei Zugunglück in Bayern
tagesschau24 09:00 Uhr, 09.02.2016, Bernd Wode, ARD-aktuell

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Unglücksursache noch unklar

Wie es zu den Unglück kommen konnte, ist derzeit noch unklar. Bei den verunglückten Bahnen handelt es sich um Meridian-Züge der privaten Bayerischen Oberlandbahn, die wiederum zum französischen Transdev-Konzern gehört. Das Unternehmen richtete für Angehörige folgende Notrufnummer ein: 0395-43084390. "Der Unfall ist ein Riesenschock für uns. Wir tun alles, um den Reisenden, Angehörigen und Mitarbeitern zu helfen", so Bernd Rosenbusch, Geschäftsführer der Bayerischen Oberlandbahn.

Auch die Bundespolizei Oberbayern schaltete inzwischen eine Telefon-Hotline für Angehörige frei, die zu erreichen ist unter 08031-2000. Für 12 Uhr hat die Polizei eine Pressekonferenz im Rathaus von Bad Aibling angesetzt, um über das Unglück und die derzeitigen Erkenntnisse zu informieren.

Das Erste informiert in Extra-Ausgaben der tagesschau um 10.38 Uhr und um 11.38 Uhr ausführlich über das Zugunglück in Bad Aibling.

Darstellung: