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Die Neonazi-Zelle "Nationalsozialistischer Untergrund" hätte möglicherweise 2007 aufgedeckt werden können - bei Ermittlungen der Polizei in einem völlig anderen Zusammenhang. Wegen eines mutwillig verursachten Wasserschadens in der Wohnung über dem damaligen Versteck von Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos habe die Polizei wahrscheinlich Zschäpe an ihrer Wohnungstür befragt und später zur Zeugenaussage vorgeladen, berichtet der "Spiegel".
Dabei habe sich die Frau, die sich als "Susann E." vorstellte, teilweise in Widersprüche verwickelt - den Beamten in Zwickau sei aber nicht aufgefallen, dass es sich wahrscheinlich um die 1998 in Jena untergetauchte Zschäpe handelte. Mehrfach sprach die Frau laut "Spiegel" etwa von "unserer Wohnung", obwohl sie zuvor erklärt hatte, gar nicht dort zu wohnen.
[Bildunterschrift: 1998 wurde mit diesen Bilder nach 1998 Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos gesucht. ]
Im Untergrund hatte Zschäpe mehrere Alias-Namen verwendet. Die Unterschrift auf dem Vernehmungsprotokoll weiche erheblich von der Signatur der real existierenden Susann E. ab, ebenso das angegebene Geburtsdatum, berichtet der "Spiegel". Zudem könne die von der Zeugin damals genannte Telefonnummer inzwischen einem Handy zugeordnet werden, das Zschäpe genutzt hatte.
Zum Zeitpunkt der Vernehmung waren die ursprünglichen Vorwürfe gegen Zschäpe bereits verjährt, nachdem sie jahrelang wegen Bombenbaus gesucht worden war. Die "NSU" hatte nach heutigem Erkenntnisstand der Ermittler damals aber bereits neun türkisch- und griechischstämmige Menschen ermordet. Knapp dreieinhalb Monate nach der Vernehmung wurde in Heilbronn eine Polizistin erschossen - mutmaßlich ebenfalls von der Gruppe.
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