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29.05.2012

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Zschäpe soll NSU-Finanzen verwaltet haben
Ermittlungen gegen die Neonazi-Terrorzelle

Zschäpe soll NSU-Finanzen verwaltet haben

Eine Reproduktion aus der Ostthüringer Zeitung aus dem Jahr 1998 zeigt Fahndungsbilder von Beate Z. (v.l.), Uwe B. und Uwe M.. (Foto: dapd) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Beate Zschäpe soll eine wichtigere Rolle innerhalb des Trios gespielt haben als bisher angenommen. ]
Womöglich spielte die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe doch eine größere Rolle innerhalb des Neonazi-Trios als bisher angenommen. Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" soll sie die Finanzen der Zwickauer Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) verwaltet haben. Zu diesem Schluss komme die ermittelnde Kommission "Trio" durch die Auswertung von Quittungen und Bankbelegen.

Durch das Feuer, das Zschäpe nach dem Tod von Uwe Mundlos und Uwe Bönhardt in der gemeinsamen Wohnung legte, wurde nicht alles vernichtet. Die Ermittler verfügen über rund 5000 potenzielle Beweismittel, die derzeit ausgewertet werden. Darunter sind auch Quittungen und Bankbelege. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen, so die "Süddeutsche Zeitung", habe Zschäpe unter verschiedenen Aliasnamen Bares auf unterschiedliche Konten eingezahlt. Es gebe keinen Hinweis, dass Bönhardt oder Mundlos je Geld einzahlten oder abholten.

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Wahrscheinlich wusste sie von den Banküberfällen

Dies lege den Schluss nahe, dass Zschäpe, die 13 Jahre mit den beiden Killern im Untergrund zusammenlebte, mehr von den Straftaten wusste als bislang bekannt. Demnach gilt es als wahrscheinlich, dass sie von den Banküberfällen wusste, bei denen die Terroristen mehr als 600.000 Euro erbeutet haben sollen.

Die Finanzermittlungen und die Suche nach Querverbindungen werde wohl aber noch einige Wochen dauern. Auch 23 Festplatten und etliche Speichersticks werden derzeit ausgewertet.

Verdacht gegen weitere Beschuldigte

Offenbar wird nun noch gegen eine weitere Person in Zusammenhang mit der Terrorzelle ermittelt. Wie ebenfalls die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, besteht ein Anfangsverdacht gegen Susann E., die die Zwickauer Terrorzelle unterstützt haben soll. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe habe nun auch gegen sie ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Susann E. ist die Ehefrau des mutmaßlichen Herstellers des Bekennervideos, André E., der bereits in Untersuchungshaft sitzt. Dem Zeitungsbericht zufolge soll die Frau häufig Gast in der Zwickauer Wohnung des Neonazi-Trios gewesen sein und wurde von Zschäpe als Schwester vorgestellt.

Stand: 21.01.2012 13:49 Uhr
 

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