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29.05.2012

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Inland
Ministerin Schröder verabschiedet letzte Zivildienstleistende
Letzte Zivildienstleistende verabschiedet

Der ''Zivi'' ist Vergangenheit

Nach dem Aussetzen der Wehrpflicht zum 1. Juli haben nun auch die letzten Männer ihren Zivildienst beendet. Die letzten der über die Jahre mehr als 2,7 Millionen Zivildienstleistenden wurden in Berlin von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder und dem Bundesbeauftragten für den Zivildienst, Jens Kreuter, verabschiedet. Die "Zivis" hätten die deutsche Gesellschaft tiefgreifend und dauerhaft verändert, sagte die Ministerin. "Sie haben dazu beigetragen, dass das Leben vieler Menschen ein kleines bisschen schöner und reicher wird. Dafür möchte ich heute danke sagen", würdigte die CDU-Politikerin die Arbeit.

Dass in Deutschland eine starke Kultur des Engagements und der Freiwilligkeit bestehe, zeigen laut Schröder die hohen Teilnehmerzahlen am neuen Bundesfreiwilligendienst und den bewährten Diensten Freiwilliges Soziales Jahr und Freiwilliges Ökologisches Jahr. Seit dem Start des Bundesfreiwilligendienstes am 1. Juli 2011 hätten sich bereits mehr als 25.000 Freiwillige gemeldet. Insgesamt nähmen mehr als 70.000 Menschen an einem Freiwilligendienst teil.

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder und der Bundesbeauftragte für den Zivildienst, Jens Kreuter (re.) bei der Verabschiedung der letzten Zivildienstleistenden. (Foto: dapd) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Familienministerin Schröder und der Bundesbeauftragte für den Zivildienst, Kreuter (re.) bei der Verabschiedung der letzten Zivildienstleistenden. ]

Von wegen "Drückeberger"

Die letzten Zivildienstleistenden, die ihren Dienst über den 1. Juli hinaus freiwillig verlängert hatten, werden formal am 31. Dezember aus dem Dienst entlassen. Ab dem 15. Dezember erhalten sie bezahlten Sonderurlaub, so dass heute für sie der letzte Arbeitstag war.

Seit April 1961 arbeiteten die "Zivis" in rund 37.000 sozialen und gemeinnützigen Einrichtungen. Lange Jahre waren die anfangs als "Drückeberger" und "Feiglinge" verschrieene Zivildienstleistende aus dem Alltag vieler Kliniken, Seniorenheime und sozialer Dienste kaum mehr wegzudenken. Manche "Zivis" entschieden sich nach ihrem Ersatzdienst für einen sozialen Beruf.

Interview:

Berthold Morlock (Foto: EPD/ Berthold Morlock)
Weitere Meldungen "Irgendwann haben sie es akzeptiert" 1960 verabschiedete der Bundestag das Gesetz über den zivilen Ersatzdienst. Berthold Morlock war der erste Zivi Deutschlands - er begann bereits 1957. tagesschau.de hat mit dem 73-jährigen gesprochen. [mehr]
Stand: 15.12.2011 15:29 Uhr
 

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