Uhr mit Osterhase | Bildquelle: dpa

Uhren wurden vorgestellt Eine Stunde weniger Ostern

Stand: 27.03.2016 07:01 Uhr

Für Nachtarbeiter war es ein Grund zur Freude: Um 2 Uhr wurden die Uhren in vielen Ländern Europas eine Stunde vorgestellt. Bis Ende Oktober gilt nun die Sommerzeit - auch wenn die Kritik an der Zeitumstellung immer lauter wird.

In Deutschland gilt seit dem frühen Morgen wieder die Sommerzeit. Wie in vielen anderen Ländern Europas wurden die Uhren um 2 Uhr morgens auf 3 Uhr vorgestellt. Damit ist es nun abends eine Stunde länger hell.

Durchgeführt wird die gesetzlich vorgeschriebene Zeitumstellung von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig. Sie betreibt mehrere Atomuhren, die an einen Sender im hessischen Mainflingen gekoppelt sind. Dessen Signal lässt Millionen Uhren automatisch um eine Stunde vorspringen.

Grundlage für die Zeitumstellung ist eine EU-weite Regelung. Die Sommerzeit endet am 30. Oktober, dann werden die Uhren wieder um eine Stunde zurückgedreht.

Die Zeitumstellung - eine umstrittene Tradition
tagesthemen 23:25 Uhr, 26.03.2016, Mareike Aden, NDR

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100-jährige Tradition

Erstmals eingeführt wurde die Sommerzeit vor genau 100 Jahren während des Ersten Weltkriegs. Zwischen den Weltkriegen und nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Umstellung jedoch wieder abgeschafft. Erst 1980 wurde sie erneut eingeführt, um mit ihrer Hilfe das Tageslicht im Sommer eine Stunde länger nutzen zu können und Energie zu sparen.

Viele Menschen kritisieren die Zeitumstellung inzwischen. Rund 60 Prozent der Deutschen würden das ewige Wechseln gerne komplett abschaffen, wie eine Umfrage von YouGov ergab. Ein Grund: Bei sensiblen Menschen kann die Zeitumstellung vorübergehend zu Müdigkeit und Schlafstörungen führen.

#kurzerklärt: Wie zeitgemäß ist die Zeitumstellung?
nachtmagazin 00:58 Uhr, 26.03.2016, Alina Stiegler, NDR

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