Zeitumstellung Herbst

Umstellung auf die Winterzeit Morgens ist es wieder früher hell

Stand: 25.10.2015 02:07 Uhr

In der Nacht ist die Sommerzeit zu Ende gegangen. Die Uhren wurden um 3.00 Uhr um eine Stunde auf 2.00 Uhr zurückgedreht. Damit ist die Nacht eine Stunde länger. Morgens ist es nun wieder früher hell und abends früher dunkler.

Ab sofort gilt wieder die mitteleuropäische Zeit, denn um drei Uhr morgens wurden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt- und zwar bis zum 27. März 2016. Dann werden die Uhren wieder um eine Stunde auf die Sommerzeit vorgestellt.

Mehrheit der Deutschen für Abschaffung

Dass der Sonntag damit eine Stunde länger ist, dürfte die meisten Menschen zwar keineswegs stören. Dennoch ist die Umstellung auf Sommerzeit im Frühjahr und auf Normalzeit im Herbst bei den Deutschen alles andere als beliebt. Denn viele Menschen leiden gesundheitlich unter der Zeitumstellung, weshalb seit Einführung der Sommerzeit 1980 auch regelmäßig über ihre Abschaffung diskutiert wird.

Wenn es nach den Befragten des MoMa-DeutschlandTrends ginge, würde die Zeitumstellung in den Sommermonaten abgeschafft. Eine deutliche Mehrheit von 69 Prozent der Deutschen ist demnach für die Abschaffung. Sie wollen ganzjährig die Normalzeit beibehalten. Dagegen befürworten 28 Prozent der Bürger die jährlichen Zeitumstellungen im Frühjahr und im Herbst.

Zeitumstellung in den Sommermonaten
galerie

Zeitumstellung in den Sommermonaten

Kritiker der regelmäßigen Zeitumstellungen führen zudem ins Feld, dass die Sommerzeit ihren ursprünglichen Zweck nicht erfüllt. Eigentlich sollte das Vorstellen der Uhr im Frühjahr zum Energiesparen in der hellen Jahreszeit beitragen. Die Überlegung: Wenn sich der Tag um eine Stunde nach vorne "verschiebt", wird weniger Beleuchtung und damit weniger Strom verbraucht. Nach Ansicht von Kritikern sind dadurch entstehende Energiespareffekte aber kaum nachweisbar.

Keine technischen Probleme

Technisch ist die Zeitumstellung dagegen unproblematisch. Taktgeber für die Zeit sind in Deutschland die Atomuhren der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig. Über Sender werden die Signale übertragen, durch die sich die Funkuhren automatisch an die Zeitumstellung anpassen.

Auch für die Deutsche Bahn ist die Zeitumstellung längst Routine. Die DB-Nachtzüge halten in der Nacht zum Sonntag an einem Bahnhof entlang der Reisestrecke. Damit beugt die Bahn der ungewöhnlichen Situation vor, dass ihre Züge zu früh ankommen könnten - und das gleich um eine ganze Stunde.

S-Bahnen, die in Ballungsgebieten am Wochenende bis spät in die Nacht verkehren, sind nicht betroffen und fahren ohne Unterbrechung. Übrigens war die Bundesrepublik - neben Dänemark - 1980 das letzte Land der damaligen Europäischen Gemeinschaft (EG), das sich der in Italien und Frankreich schon seit 1966 und 1967 geltenden Zeitumstellung anpasste.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 24. Oktober 2015 um 20:00 Uhr.

Darstellung: