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[Bildunterschrift: Greift Wulff erneut scharf an: Niedersachsens Grünen-Fraktionschef Wenzel ]
Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im niedersächsischen Landtag, Stefan Wenzel, hat Bundespräsident Christian Wulff erneut der Lüge bezichtigt. "Es wird immer offensichtlicher, dass Wulff nicht nur die halbe Wahrheit gesagt hat, sondern den Landtag nach Strich und Faden hinters Licht geführt hat", sagte Wenzel der "Frankfurter Rundschau".
Wenzel reagierte damit auf einen Bericht von tagesschau.de, wonach es noch engere geschäftliche Beziehungen zwischen Wulff und dem Osnabrücker Geschäftsmann Egon Geerkens gab, als bislang bekannt. So war Geerkens Mandant und Vermieter einer Rechtsanwaltskanzlei, für die Wulff über Jahre tätig war.
Wulffs Verbindung mit Geerkens über die Rechtsanwaltskanzlei zeige "eine weitere geschäftliche Beziehung, die dem Landtag verschwiegen wurde", kritisierte Wenzel. Er hoffe, dass nun auch CDU-Politiker im Bund erkennen, dass es mit Wulff so nicht weitergehe. "Jeder Beamte, der solche Geschäftsbeziehungen verschweigt, muss mit dem Verlust seines Arbeitsverhältnisses rechnen", sagte Wenzel.
Auch SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles bezichtigte den Bundespräsidenten indirekt der Lüge. "Wir haben jetzt doch einen Pinocchio offensichtlich im Bundespräsidialamt", sagte sie im TV-Sender N24. Dies sei peinlich und schade dem Amt. Sie forderte Wulff auf, Bilanz zu ziehen, "ob er wirklich noch Vorbild sein kann". Daran gebe es erhebliche Zweifel. Wulff allein habe es jedoch in der Hand, "daraus Konsequenzen zu ziehen".
Seit Wochen kommen in der Affäre Wulff immer wieder neue Details ans Licht. Auslöser war ein Zeitungsbericht, wonach Wulff von Edith Geerkens, der Frau des Unternehmers Egon Geerkens, einen Privatkredit über 500.000 Euro bekommen hat, diesen bei einer Befragung im niedersächsischen Landtag aber verschwiegen hat, als er nach Geschäftsbeziehungen zu Egon Geerkens gefragt wurde.
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