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Gesellschaft für deutsche Sprache
"Rettungsroutine" ist Wort des Jahres
Rettungsroutine ist das Wort des Jahres 2012. Es stehe für die immer wiederkehrenden Maßnahmen zur Rettung des Finanzsystems, begründete die Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden ihre Wahl.
Die Jury teilte mit, dass das Wort Rettung im eigentlichen Sinn eine akute, initiative, aber abgeschlossene Handlung darstelle, während Routine eine wiederkehrende, wenn nicht gar auf Dauer angelegte und auf Erfahrungen basierende Entwicklung beschreibe.
Auf den zweiten Platz setzten die Sprachforscher "Kanzlerpräsidentin" - eine Bezeichnung für Bundeskanzlerin Angela Merkel. Auf den weiteren Plätzen landeten "Bildungsabwendungsprämie" und "Schlecker-Frauen". Auf Platz fünf landete der Begriff "wulffen". Er stehe nicht nur für das Hinterlassen wütender Nachrichten auf einem Anrufbeantworter, nicht nur für illegitime Vorteilsnahme, sondern auch dafür, mit der Wahrheit nicht im Ganzen, sondern "scheibchenweise" nach und nach herauszurücken.
Wort des Jahres muss nicht im Sprachgebrauch sein
Nicht die Häufigkeit eines Ausdrucks, sondern seine Signifikanz und Popularität stünden bei der Wahl im Vordergrund, teilte die Gesellschaft für deutsche Sprache mit.
Vergangenes Jahr hatten sich die Sprachwissenschaftler für "Stresstest" entschieden. Die seit 1971 gekürten Wörter des Jahres sind Begriffe, die die öffentliche Diskussion in einem Jahr besonders prägten, für wichtige Themen stehen oder aus anderen Gründen als charakteristisch für das jeweilige Jahr erscheinen.
| 1. Rettungsroutine |
| 2. Kanzlerpräsidentin |
| 3. Bildungsabwendungsprämie |
| 4. Schlecker-Frauen |
| 5. wulffen |
| 6. Netzhetze |
| 7. Gottesteilchen |
| 8. Punk-Gebet |
| 9. Fluch-Hafen |
| 10. ziemlich beste ... |
Stand: 14.12.2012 10:56 Uhr
