Spiegelglatter Gehweg vor einer Grundschule in Frankfurt | Bildquelle: dpa

Schnee- und Regenschauer Glättegefahr im Süden und Osten

Stand: 30.01.2017 22:24 Uhr

Ein von Nord nach Süd durchziehendes Regengebiet hat bei eisigen Temperaturen vielerorts für Glatteis und entsprechend viele Unfälle gesorgt. Das Wetter beruhigt sich langsam - doch nicht überall ist die Gefahr gebannt.

Ein Fahrzeug des Winterdienstes bei Würzburg | Bildquelle: dpa
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Die Winterdienste waren im Großeinsatz, um das Glatteis zu bekämpfen.

Das war ein Start in die Woche, auf den viele Verkehrsteilnehmer gerne verzichtet hätten. Besonders in der Mitte und im Süden Deutschlands hat es vielerorts Glatteis gegeben. Und es bleibt wohl gefährlich: In der Nacht rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor allem im Osten Bayerns und Sachsens mit Glätte durch gefrierenden Regen oder Schnee. Auch im Norden und Nordosten fällt Schnee, sonst meist Regen.

Unfälle mit zahlreichen Verletzten

Verursacher der gefährlichen Wetterlage ist dem DWD zufolge ein von Norden nach Süden ziehendes Regengebiet: Mildere Luftmassen zögen vom Atlantik herüber, Regen treffe dann auf niedrige "Straßenbelagstemperaturen", und das Ergebnis sei dann das Glatteis.

Auch in Teilen Unterfrankens kämpften Autofahrer mit glatten Straßen. Auf der Autobahn 3 kam es einem Polizeisprecher zufolge auf spiegelglatter Fahrbahn zu einem Unfall mit mehr als zehn Autos, dabei seien Menschen verletzt worden. Bis zum frühen Vormittag registrierte allein das Polizeipräsidium Unterfranken mehr als 100 Unfälle.

Im Main-Tauber-Kreis in Baden-Württemberg kam ein Mensch ums Leben, als zehn Autos auf dem Glatteis ineinander krachten. In der Region Heilbronn ereigneten sich wegen Blitzeises nahezu 200 Verkehrsunfälle. Eisglätte sorgte auch in Teilen von Rheinland-Pfalz für Verkehrsbehinderungen. Die Mainzer Polizei sprach von spiegelglatten Straßen und Gehwegen. Im Stadtgebiet sowie in den Kreisen Mainz-Bingen, Alzey-Worms und Bad Kreuznach gab es demnach alleine mehr als 130 Unfälle mit erheblichen Sachschäden.

Auch in Hessen führten eisglatte Straßen zu zahlreichen Unfällen. Es habe Unfallmeldungen im Minutentakt gegeben, teilte die Polizei in Friedberg mit. "Das Blitzeis hat viele Menschen überrascht", sagte eine Sprecherin. Ein Linienbus rutschte in Bad Vilbel von der Fahrbahn und stieß gegen eine Fußgängerrampe. Eine Frau wurde dabei leicht verletzt. Auch die Feuerwehr in Frankfurt am Main war im Dauereinsatz. Es kam zu Ausfällen im ÖPNV und an Schulen.

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