Eine Lufthansa-Maschine wird auf dem Vorfeld in Frankfurt am Main (Hessen) enteist. | Bildquelle: dpa

Wintereinbruch in Deutschland Unfälle, Notbetten und Verzögerungen

Stand: 04.12.2017 08:56 Uhr

Schnee, Glätte und niedrige Temperaturen: Der Wintereinbruch hat in Deutschland im Flugverkehr, bei der Bahn und auf den Straßen zu Behinderungen geführt. Zwei Menschen starben. Am Frankfurter Flughafen mussten rund 250 Passagiere auf Notbetten übernachten.

Der Auftakt in die Adventszeit hat vielen Regionen in Deutschland einen Wintereinbruch beschert: Flüge fielen aus, Züge mussten langsamer fahren, Autos rutschten in Straßengräben. Zwei Menschen kamen ums Leben. In Niedersachsen starb eine 86-jährige Frau als Beifahrerin bei einem Verkehrsunfall bei Uelzen. Ihr Wagen krachte auf schneeglatter Straße in den Gegenverkehr. In Thüringen erfror ein 83-Jähriger - wahrscheinlich, weil er den Weg ins Altenheim nicht mehr fand. Polizisten fanden den leicht bekleideten Mann rund einen Kilometer von seinem Heim in Kölleda leblos an einer Straße.

Behinderungen bei Flug- und Bahnverkehr

Vor allem im südlichen Niedersachsen, im Norden Hessens sowie in Sachsen-Anhalt hatte es in der Nacht und am Morgen teils heftig geschneit. Auf dem Frankfurter Flughafen mussten 240 Passagiere im Frankfurter Flughafen auf Feldbetten übernachten. Insgesamt wurden am Sonntag 254 Flüge annulliert, sagte ein Fraport-Sprecher. Auch für heute rechnet der Flughafenbetreiber noch mit Ausfällen.

Bei der Bahn verzögerten sich die IC- und ICE-Züge zwischen Göttingen und Kassel, auch auf der Strecke Richtung Fulda und Würzburg wurde vorübergehend das Tempo schneller Züge reduziert.

Ein Flughafen-Mitarbeiter enteist auf dem Flughafen in Frankfurt am Main (Hessen) ein chinesisches Flugzeug. | Bildquelle: dpa
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Ein Flughafen-Mitarbeiter enteist auf dem Flughafen in Frankfurt am Main ein chinesisches Flugzeug.

Winterfreuden in Thüringen

Im Thüringer Wald lockte das Winterwochenende Skiläufer an - in den Höhenlagen liegen bereits bis zu 32 Zentimeter Schnee. Die ersten Skilifte öffneten, wie der Regionalverbund Thüringer Wald mitteilte. Dem Wetterdienst Kachelmannwetter zufolge wurden in tiefen Lagen des südlichen Niedersachsens Schneehöhen von bis zu fünf Zentimetern gemeldet. Noch mehr Weiß gab es im Harz - auf dem Brocken fiel bis zum Vormittag bereits rund ein halber Meter Schnee. Wintersportler kamen allerdings nicht auf ihre Kosten: Laut Schneebericht vom Sonntag waren Pisten und Loipen noch nicht geöffnet.

Laut Deutschem Wetterdienst sollen die Niederschläge allmählich in Regen übergehen. Am längsten halte sich der Schnee im Südosten, in Bayern und Sachsen. Dort könnten 20 bis 30 Zentimeter Neuschnee in den nächsten ein bis zwei Tagen fallen.

Zwei demolierte Fahrzeuge stehen auf der schneebedeckten Bundesstraße 8 in Nürnberg (Bayern). | Bildquelle: dpa
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Demolierte Fahrzeuge stehen auf der schneebedeckten Bundesstraße 8 in Nürnberg.

Über dieses Thema berichtete am 04. Dezember 2017 tagesschau24 um 09:00 Uhr, B5 aktuell um 06:08 Uhr und hr-iNFO um 06:00 Uhr.

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