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Das Tief "Daisy" hat Deutschland erreicht und bringt Schnee, Eis und starken Wind mit sich. Der Deutsche Wetterdienst warnte vor Unwettern mit Stürmen in den Mittelgebirgen und im Norden. An manchen Orten könne sich der Schnee durch Verwehungen bis zu 50 Zentimeter auftürmen.
[Bildunterschrift: Die Fahrer werden von den Rettungskräften mit heißen Getränken und Decken versorgt. ]
Auf der Autobahn A5 an der deutsch-französischen Grenze kam der Verkehr vorübergehend zum Erliegen. Die französische Polizei sperrte einen verschneiten Grenzübergang für den Schwerverkehr. Etwa 300 bis 400 Lastwagen und einige Autos stauten sich auf einer Länge von drei Kilometern. Weil die Lkw auch die Durchfahrt für Pkw versperrten, wurden diese über die Anschlussstelle Weil am Rhein umgeleitet. Auf deutscher Seite waren Rettungskräfte im Einsatz und versorgten die Lkw-Fahrer mit heißen Getränken und Decken. Mittlerweile gaben die Behörden in Frankreich die Autobahn wieder frei, der Stau soll sich langsam auflösen.
Am Abend kam auf dem Flughafen Nürnberg aus bislang ungeklärter Ursache eine Maschine der Fluggesellschaft Air Berlin kurz vor dem Start im Schnee von der Rollbahn ab und rutschte zwei Meter weit auf unbefestigten Boden. Keiner der 133 Passagiere und Besatzungsmitglieder wurde verletzt, teilte ein Flughafen-Sprecher mit.
Der Flughafen musste einige Stunden gesperrt werden, weil eine Tragfläche auf die Startbahn ragte, konnte den Betrieb aber noch in der Nacht wieder aufnehmen. "Es gibt keine Einschränkungen mehr", so der Sprecher. Mehr dazu bei br-online.
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Erst am vergangenen Sonntag war eine Air-Berlin-Maschine auf dem Dortmunder Flughafen von der Startbahn gerutscht und hatte den Flughafen für Stunden lahmgelegt. Die 165 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder blieben ebenfalls unverletzt. Der Pilot hatte den Start der Maschine mit Ziel Gran Canaria nach Problemen mit dem Tempomesser abgebrochen. Das Flugzeug rutschte über das Ende der Startbahn hinaus, kippte vornüber und blieb mit dem Bugrad in einer Wiese stecken.
Schnee und Wind behindern auch den Flugverkehr am Frankfurter Flughafen. Nach Auskunft eines Flughafensprechers mussten bis zum späten Vormittag mehr als 200 Flüge gestrichen werden. Vor allem innerdeutsche Flüge und Verbindungen innerhalb Europas waren betroffen. Die Passagiere würden auf andere Flüge umgebucht oder an die Bahn verwiesen.
Aus Sorge um mögliche Probleme mit Stromleitungen mahnte die Bundesregierung die Energieversorger zur Krisenvorsorge. "Wir gehen davon aus, dass Sie - Ihrem gesetzlichen Auftrag entsprechend - die notwendigen Vorbereitungen treffen, um möglichen Gefährdungen der Sicherheit oder Zuverlässigkeit des Elektrizitätsversorgungssystems (...) effizient entgegen wirken zu können", schrieb das Wirtschaftsministerium an die Unternehmen. In dem Schreiben wird auch auf die Stromausfälle im Münsterland Ende November 2005 verwiesen. Damals waren Dutzende Strommasten unter der Schneelast eingeknickt, 250.000 Menschen hatten tagelang keinen Strom.
Die Deutsche Bahn kündigte an am Wochenende die Betriebszentralen und das Bereitschaftspersonal zu verstärken. Auf den Gleisen könnten Schneeverwehungen vor allem in flacheren Regionen zum Problem werden: "Wenn Weichen zugeweht sind, kann kein Zug mehr fahren", sagte ein Bahn-Sprecher. Dann müssten erst Mitarbeiter ausrücken, um die Abschnitte zu räumen. Und das kann dauern.
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