Morgendlicher Berufsverkehr in Hamburg | Bildquelle: dpa

Wintereinbruch in Deutschland Flugausfälle, Unfälle, Sperrungen

Stand: 11.12.2017 10:36 Uhr

Schnee und Straßenglätte haben in vielen Teilen Deutschlands zu Unfällen und Verkehrschaos geführt. Am Frankfurter Flughafen gab es Verspätungen und Flugausfälle. Der Flugbetrieb normalisiert sich aber allmählich wieder. Ab heute soll es wieder wärmer werden.

Der Wintereinbruch hat in vielen Teilen Deutschlands zu chaotischen Zuständen geführt. In einigen Regionen zählte die Polizei in der Nacht teils Hunderte Einsätze. Die Bergungsarbeiten dauerten bis in den frühen Morgen.

Allein die Beamten in Leipzig mussten innerhalb von vier Stunden zu etwa 100 Verkehrsunfällen ausrücken. Auch in anderen Regionen Deutschlands hatten Polizei und Rettungsdienste viel zu tun. In den meisten Fällen sei es bei Blechschäden geblieben, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Heilbronn in Baden-Württemberg, die in der Nacht ebenfalls rund 70 mal wegen hauptsächlich witterungsbedingter Unfälle ausrücken musste.

Baum stürzt auf Kinderkarussell

Im nordrhein-westfälischen Eschweiler bei Aachen stürzte ein 15 Meter hoher Baum auf ein Kinderkarussell. Bei dem Unglück waren am Sonntagabend fünf Menschen verletzt worden, einer von ihnen schwer. Der Bruch des Baumstamms könne unter Umständen auf starke Windböen im Zuge des Wintereinbruchs zurückzuführen sein, erklärte ein Polizeisprecher.

Reisebus umgekippt

Auf einer Landstraße nahe dem niedersächsischen Auetal kippte am Sonntagabend ein mit 47 Menschen besetzter Reisebus um. Wie die Polizei mitteilte, gab es einige Leichtverletzte. Demnach war der Bus vermutlich aufgrund von Schnee- und Eisglätte auf der Straße ins Rutschen gekommen und umgestürzt. Die Feuerwehr befreite die Passagiere, indem sie eine Fensterscheibe entfernte.

Verkehrsbehinderungen durch Schnee und Eis
tagesschau 10:35 Uhr, 11.12.2017, Philipp Wundersee, WDR

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Vom Wintereinbruch besonders stark betroffen war Nordrhein-Westfalen: Heftiger Schnee hatte auf der Autobahn 2 bei Bielefeld einen stundenlangen Stau verursacht. Am Sonntagnachmittag kam der Verkehr zeitweise komplett zum Erliegen. Im Kreis Mettmann kam ein Lkw-Fahrer bei einem Unfall ums Leben

Auch heute noch Behinderungen im Bahnverkehr

Zwischen Freitagabend und Sonntag gab es auf den Autobahnen mehrere Hundert witterungsbedingte Unfälle mit mehr als zehn Verletzten. Auch abseits der Autobahnen kam es landesweit zu zahlreichen Unfällen. Wegen umstürzender Bäume und herunterfallender Äste wurde am ganzen Wochenende auch der Wuppertaler Zoo geschlossen.

Im Bahnverkehr gab ebenfalls Probleme. Die Bahn sperrte die Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main bis Montagmorgen. Die Fernverkehrszüge wurden umgeleitet. Die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Köln und Frankfurt am Main sollte am Morgen wieder frei sein. Man habe sich für die Sperrung entschieden, um mögliche witterungsbedingte Schäden zu beheben, hieß es bei der Bahn.

Am Abend mussten Reisende mit rund 40 Minuten Verspätung rechnen, einige strandeten etwa am Kölner Hauptbahnhof. Im Regionalverkehr sei heute vor allem in Norddeutschland noch mit Verspätungen zu rechnen, sagte eine Bahnsprecherin.

Mehrere hundert Flugausfälle

Auch im Flugverkehr gab es erhebliche Behinderungen: An Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt am Main fielen am Morgen wegen Eis und Schnee zwar noch 77 der geplanten Flüge aus, wie eine Flughafen-Sprecherin sagte. Der Großteil der Flüge solle aber pünktlich sein.

Am Sonntag waren 405 Flüge in Frankfurt ausgefallen. Hunderte Reisende waren am Flughafen gestrandet.

Flughäfen Düsseldorf und München betroffen

Nach heftigen Schneefällen hatte auch der Flughafen Düsseldorf den Flugbetrieb zwischenzeitlich eingestellt. Betroffen war auch der Flughafen in München. 185 von 1000 Flügen seien am Sonntag gestrichen worden, teilte ein Flughafensprecher mit. Für den Wochenbeginn rechnete der Sprecher mit weiteren 50 Annullierungen. Bis zum Nachmittag sollte sich die Situation wieder beruhigen.

Heute ist es mit dem Schnee wieder vorbei: Der Deutsche Wetterdienst sagt steigende Temperaturen und Tauwetter voraus. Am Alpenrand warnt der DWD vor Unwettern. Erwartet wurden unter anderem starke Winde.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 11. Dezember 2017 um 09:00 Uhr.

Darstellung: