ICE bei Schnee | Bildquelle: dpa

Wintereinbruch in Deutschland Bahn hebt Tempolimit wieder auf

Stand: 15.01.2016 15:08 Uhr

Tief "Emma" ist da und hat Schnee und Blitzeis mit sich gebracht. Auf mehreren Strecken drosselte die Bahn die Hochstgeschwindigkeit für die ICE-Züge - allerdings nur bis zum frühen Nachmittag. Denn das Wetter ist milder als ursprünglich angekündigt.

Schneefall und Blitzeis hat Autofahrern und Bahnreisenden in weiten Teilen Deutschlands zu schaffen gemacht. Die Bahn drosselte auf mehreren Strecken die Höchstgeschwindigkeit für ICE-Züge auf 200 Kilometer pro Stunde. Damit wollte die Bahn Schäden an den Zügen vermeiden, die bei Eis und Schnee durch Schotterflug entstehen könnten, und dann Verspätungen oder Zugausfälle zur Folge hätten.

Am frühen Nachmittag wurde die Beschränkung jedoch schon wieder aufgehoben. Die Bahn hatte mit starken Schneefällen gerechnet. "Es ist aber deutlich milder als wir gestern gedacht haben", sagte ein Sprecher.

Ein Schild ist an einer Landstraße bei Heubach durch den Schnee nur teilweise zu erkennen | Bildquelle: dpa
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Schneeverwehungen im Ostalbkreis in Baden-Württemberg.

Kälteste Nacht des Winters in Bayern

Dennoch - in Bayern wurde die bisher kälteste Nacht dieses Winters gemessen: Auf Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze, fiel die Temperatur auf minus 17 Grad.

Am Alpenrand, im Bayerischen Wald und im Harz schneite es. Für den Schwarzwald galt eine Unwetterwarnung - dort erwarteten die Meteorologen sogar 20 bis 30 Zentimeter Neuschnee.

Zahlreiche Unfälle

Auf der A 14 bei Magdeburg gab es am Morgen mehrere Unfälle wegen Blitzeises. Zeitweise war die Autobahn auf zwölf Kilometern Länge voll gesperrt.

Bei Aachen und in der Eifel standen auf schneebedeckten Bundesstraßen Lastwagen quer, Autos blieben in Schneeverwehungen stecken, es bildeten sich Staus.

Auch in Belgien behinderte der Wintereinbruch den Verkehr. Besonders betroffen war am Freitag die Autobahn Brüssel-Luxemburg in den Ardennen, wo zahlreiche Lastwagen liegenblieben.

Am Wochenende bleibt es kalt

Am Wochenende soll es in vielen Regionen Deutschlands frostig bleiben. "Es kommt richtig Winter", prognostizierte Meteorologe Thomas Hain vom vom Deutschen Wetterdienst (DWD) etwa für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Im Südwesten erwarteten die Meteorologen ebenfalls Schnee. Die Chancen für Ski und Rodel seien gut.

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