Schnee bedeckt die Gleise am Leipziger Hauptbahnhof | Bildquelle: dpa

Rückkehr von Schnee und Eis Winter-Comeback bremst Norden und Osten

Stand: 17.03.2018 16:19 Uhr

Kurz vor dem kalendarischen Frühlingsanfang hat der Winter noch einmal weite Teile Deutschlands im Griff. Betroffen sind vor allem der Osten und der Norden.

Das Winter-Comeback hat in vielen Teilen Deutschlands für erhebliche Einschränkungen gesorgt. In Leipzig legte starker Schneefall den Hauptbahnhof zeitweise lahm. Auch am Bahnhof Halle/Saale ging am Mittag fast nichts mehr.

Am Nachmittag verbesserte sich die Lage: Vereinzelt konnten wieder Züge den Bahnhof Leipzig anfahren und verlassen. Auch in Halle wurde der Betrieb wieder aufgenommen. An beiden Bahnhöfen müssen Reisende aber weiter mit Einschränkungen und Verspätungen rechnen. "Es dauert, bis sich das wieder einfädelt", sagte eine Bahnsprecherin: "Von einem Normalbetrieb sind wir noch weit entfernt."

Wegen der Schneefälle setzten auch die Leipziger Verkehrsbetriebe den Fahrplan der öffentlichen Verkehrsmittel außer Kraft. Derzeit findet in Leipzig die Buchmesse statt.

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#Wintereinbruch sorgt für #Chaos bei der #DeutschenBahn. Derzeit könne kein #Zug den #Leipziger #Hauptbahnhof anfahren oder verlassen. Der Fernverkehr werde umgeleitet. Bei einigen S-Bahnen sei Busnotverkehr eingesetzt worden. https://t.co/b77fVASELg https://t.co/Tp5abDwxWZ

Auf den Straßen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen kam es teilweise zu massiven Problemen. Vor allem auf den Autobahnen ereigneten sich zahlreiche Unfälle, bei denen mehrere Menschen verletzt wurden. In Süd-Thüringen kamen zwei Frauen ums Leben.

Hohe Windgeschwindigkeiten im Norden

Auch der Norden wurde noch einmal vom Winter erwischt: Im Harz gab es bis zu 30 Zentimeter Neuschnee. Die Brockenbahn stellte den Betrieb ein. Auf dem Brocken selbst liege die gefühlte Temperatur zurzeit wegen des "Windchill-Effekts" bei minus 42 Grad Celsius, sagte ein Mitarbeiter der dortigen Wetterwarte. Die tatsächliche Temperatur liege bei minus 14 Grad. Abhängig ist dieser Effekt vom Wind, der gerade mit bist zu 108 Kilometern pro Stunde über das Mittelgebirge weht.

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Der starke Ostwind sorgte weiter nördlich für abgedeckte Dächer und Überschwemmungen. Für die Kieler und die Lübecker Bucht wird mit hohen Wasserständen gerechnet. An den Küsten Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns herrschte dichtes Schneetreiben, das viele Unfälle verursachte. In Niedersachsen waren Schnee und Eis in der Nacht für schwere Verkehrsunfälle verantwortlich.

Flugausfälle in London

Die erneute Kältewelle brachte auch international Einschränkungen mit sich: Teile Englands und Schottlands waren von starkem Schneefall betroffen. Unter anderem wurden mehr als 100 Ankünfte und Abflüge vom Londoner Flughafen Heathrow gestrichen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 17. März 2018 um 15:00 Uhr.

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