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10.02.2012

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Inland
Deutsche Bahn ICE
Tempolimit bei ICE: Nur 200 km/h aus Angst vor Eisklumpen
Winter bremst ICE aus

Halbe Länge, gedrosseltes Tempo

Heftiger Schneefall hat dazu geführt, dass viele Autofahrer am Donnerstag nur im Schrittempo vorankamen. Auf den glatten Straßen gab es viele Staus und etliche Unfälle. Aber auch bei der Bahn hat das Wetter Auswirkungen auf die Geschwindigkeit: Auf allen Hochgeschwindigkeitsstrecken gilt derzeit ein Tempolimit von 200 Stundenkilometern, wie eine Bahnsprecherin mitteilte. Zum Beispiel auf der Verbindung Köln-Frankfurt fahren die Züge normalerweise mit bis zu 300 km/h. Mit dem Tempolimit sollten Schäden an den Fahrzeugen durch herabfallende Eisklumpen verhindert werden, so die Sprecherin.

Viele ICE nur mit einem Zugteil unterwegs

Überfüllter ICE (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Halbe Länge - voller Zug: Weil viele ICE derzeit nur einteilig unterwegs sind, müssen viele Fahrgäste stehen. ]
Aber auch unabhängig davon müssen Bahn-Reisende derzeit mit Behinderungen rechnen, die zumindest zum Teil auch auf das Wetter zurückzuführen sind. Viele ICE-Züge, die normalerweise aus zwei Zugteilen bestehen, sind weiter nur mit einem Zugteil unterwegs. Das bedeutet: Die Hälfte der Plätze fehlen. Betroffen davon ist nach Bahn-Angaben unter anderem die wichtige Nord-Süd-Verbindung von München nach Hamburg beziehungsweise Bremen. Auch auf der stark frequentierten ICE-Strecke Berlin-Hamburg gab es in den vergangenen Wochen immer wieder Zugausfälle und Verspätungen.

Die Züge müssten in den Instandhaltungswerken zunächst enteist werden, was Zeit in Anspruch nehme, so die Bahn-Sprecherin zur Begründung. Bisweilen kämen sie beispielsweise wegen Schneeverwehungen ohnehin erst mit Verspätungen dort an. Zudem gebe es ja die verkürzten Intervalle für die Ultraschall-Untersuchungen von ICE-Achsen.

Mit Schneeverwehungen hat die Bahn vor allem im Süden und im Nordosten Deutschlands zu kämpfen. In Mecklenburg-Vorpommern mussten mehrere Bahnstrecken wegen meterhoher Verwehungen vorübergehend gesperrt werden - unter anderem zwischen Rostock und Warnemünde. Inzwischen läuft der Betrieb hier allerdings wieder. In Bayern gab es vor allem in Unterfranken, im Allgäu und in Oberbayern Probleme. Hier waren durch Schneeverwehungen Weichen gestört.

Detail-Informationen über Behinderungen und gesperrte Strecken finden Sie auf den Internetseiten der Bahn AG.

Service:

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Stand: 29.01.2010 02:07 Uhr
 

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