Schneetreiben auf dem Fichtelberg  | Bildquelle: dpa

Schnee und Sturm Tief "Axel" fegt über Deutschland

Stand: 04.01.2017 09:44 Uhr

Tief "Axel" ist in der Nacht über Deutschland hinweggefegt. In den Mittelgebirgen und im Bayerischen Wald schneite es zum Teil heftig. Im Bahnverkehr kam es vielerorts zu Verspätungen. Und an der Ostseeküste wird vor einer schweren Sturmflut gewarnt.

Starke Sturmböen, Regen- und Schneeschauer: Tief "Axel" ist in der Nacht über Deutschland hinweggefegt. In den Mittelgebirgen und im Bayerischen Wald schneite es zum Teil heftig. Durch den starken Wind mit Geschwindigkeiten von bis zu 75 Kilometern pro Stunde kam es mancherorts zu gefährlichen Schneeverwehungen, wie der Deutschen Wetterdienst mitteilte. Auf dem Brocken im Harz und in weiteren Höhenlagen gab es orkanartige Böen.

Im Straßen- und Bahnverkehr verursachten umgestürzte Bäume vor allem in Norddeutschland Verspätungen. Betroffen waren nach Angaben eines Sprechers der Deutschen Bahn die Strecken von Hamburg nach Kiel, Westerland und Schwerin. Auch die Bahnstrecke Hannover-Bremen wurde gesperrt. In Nordbayern kollidierte ein Regionalzug bei Schwarzenbach an der Saale mit einem umgestürzten Baum. Personen kamen nicht zu Schaden.

Orkanartige Böen angekündigt

Und es geht unruhig weiter: "Axel" soll zunächst mit orkanartigen Böen um 110 Kilometer pro Stunde über Norddeutschland ziehen. Auf die deutsche Ostseeküste könnte heute und in der Nacht zu Donnerstag die schwerste Sturmflut seit mehr als zehn Jahren zurollen. Eine schwere Sturmflut mit Werten über 1,50 Meter über dem normalen Wasserstand ist nach Angaben des BSH auch dort nicht auszuschließen. Eine weitere Sturmflutwarnung für die Nordsee wurde hingegen inzwischen aufgehoben.

Ursache ist nicht nur Tief "Axel" - die Ostsee führt zurzeit auch besonders viel Wasser, weil der Westwind in den vergangenen Tagen viel Nordseewasser in das Nachbarmeer gedrückt hat. Auf den Berggipfeln rechnen die Meteorologen weiter mit orkanartigen Sturmböen. Autofahrer müssen sich in mehreren Bundesländern auf Beeinträchtigungen einstellen. Im Gebirge wird durch die arktische Luft vom Nordmeer Schnee erwartet.

Bis zu 30 Zentimeter Neuschnee

In Nordwestlagen der Mittelgebirge könnte es bis zu 30 Zentimeter Neuschnee geben, sonst zwischen 10 und 20 Zentimeter. Die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes rechnen dadurch auch mit Behinderungen im Straßenverkehr, selbst wenn die Schneefallgrenze am Mittwoch bei 400 Metern liegen soll. Der starke Wind in den Höhenlagen dürfte nämlich auch weiterhin für Schneeverwehungen sorgen, die Auswirkungen auf die Straßenverhältnisse haben können. Der Deutsche Wetterdienst empfiehlt deshalb, in der Region um den Brocken (Harz) auf Autofahrten zu verzichten.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 04. Januar 2017 um 06:45 Uhr.

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