Ein Spaziergänger genießt das Frühlingswetter im April auf einer Bank am Ammersee in Herrsching. | Bildquelle: AFP

Temperaturrekord So warm war es im April noch nie

Stand: 30.04.2018 15:47 Uhr

Warm, wärmer, April: Bisher gab es noch nie so einen warmen April wie in diesem Jahr, berichten Meteorologen. Vor allem im Süden war es so heiß wie sonst nur im Sommer.

Meteorologen melden den wärmsten April in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Wie es vom Deutschen Wetterdienst heißt, lag die Durchschnittstemperatur bei 12,4 Grad. Grund dafür waren zum Teil hochsommerliche Werte in den vergangenen Wochen.

Die höchste Temperatur verzeichneten die Meteorologen am 22. April in Ohlsbach bei Offenburg in Baden-Württemberg: 30,4 Grad Celsius. Dabei hatte der Monat im Norden Deutschlands noch recht frisch begonnen. Teilweise gab es sogar noch Schnee.

Menschen sitzen in einem Park in Bielefeld an einem See und genießen die Sonne bei Temperaturen knapp unter 30 Grad Celsius (Bild vom 19.04.2018). | Bildquelle: dpa
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Menschen genießen in Bielefeld die Sonne - bei Temperaturen von knapp unter 30 Grad Celsius (Bild vom 19.04.2018).

Rascher Temperaturumschwung

Dann kam aber immer öfter die Sonne durch. Laut DWD überstieg die Sonnenscheindauer im April mit rund 225 Stunden das Soll von 152 Stunden deutlich. Im Süden schien die Sonne teilweise sogar mehr als 270 Stunden.

Mit 12,4 Grad lag die Durchschnittstemperatur im April etwa fünf Grad über dem Referenzwert für den Zeitraum 1961 bis 1990, im Vergleich zur Periode 1981 bis 2010 waren es auch noch etwa vier Grad mehr, teilte der DWD nach Auswertungen seiner rund 2000 Messstationen mit.

Bisher hatte es den wärmsten April im Jahr 2009 gegeben. Damals wurde eine Durchschnittstemperatur von 11,8 Grad gemessen. Das Wetter wird seit 1881 kontinuierlich aufgezeichnet.

Über dieses Thema berichtete MDR JUMP am Abend am 30. April 2018 um 19:20 Uhr.

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