Der Sturm "Maria" auf der Insel Guadeloupe in der Karibik | Bildquelle: AFP

Klimabericht zu 2017 Schäden durch Extremwetter so hoch wie nie

Stand: 22.03.2018 02:18 Uhr

2017 war laut Weltwetterorganisation das heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen, das nicht durch El Niño beeinflusst war - und noch nie waren die Wetter-Schäden so hoch. Auch 2018 verspreche nichts Gutes.

Noch nie waren die Schäden durch extreme Wetterlagen einem Bericht der Weltwetterorganisation (WMO) zufolge so hoch wie im vergangenen Jahr. Ursachen seien ungewöhnlich viele Hurrikane im Nordatlantik gewesen sowie schwere Überschwemmungen auf den indischen Subkontinent und schwere Dürren in Teilen Ostafrikas, schreibt die WMO in ihrem "Klimazustand 2017-Bericht". Demnach war 2017 das bislang heißeste Jahr, das nicht durch das Klimaphänomen El Niño beeinflusst war.

Die WMO verweist auf die Schätzung des weltgrößten Rückversicherers Munich Re, der die versicherten und nicht versicherten Schäden durch Naturkatastrophen 2017 auf 330 Milliarden Dollar (gut 260 Milliarden Euro) beziffert hatte. Auch das neue Jahr verspreche nichts Gutes. "2018 hat angefangen, wie 2017 aufgehört hat: mit extremem Wetter, das Menschenleben gefordert und Existenzgrundlagen zerstört hat", erklärte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas.

Das von der Nasa NOAA GOES Project zur Verfügung gestellte Satellitenbild zeigt den Hurrikan "Maria" südöstlich von Puerto Rico im September 2017 | Bildquelle: dpa
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Das von der Nasa NOAA GOES Project zur Verfügung gestellte Satellitenbild zeigt den Hurrikan "Maria" südöstlich von Puerto Rico im September 2017.

Hitze, Kälte, Wasserknappheit

In der Arktis seien die Temperaturen ungewöhnlich hoch gewesen, die Bewohner der nördlichen Hemisphäre hätten es bitterkalt gehabt, in Australien und Argentinien sei es extrem heiß gewesen, Kenia und Somalia hätten unter Dürre und Kapstadt in Südafrika unter Wasserknappheit gelitten.

Das Risiko, durch Hitze zu sterben, sei seit 1980 stetig gestiegen, schreibt die WMO. Rund 30 Prozent der Weltbevölkerung lebten heute in Klimazonen, in denen an mindestens 20 Tagen im Jahr potenziell tödlich hohe Temperaturen herrschen. Die Organisation bestätigt vorläufige Angaben von Januar, wonach 2017 eines der drei heißesten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen vor mehr als 100 Jahren war.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 22. März 2018 um 11:36 Uhr.

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