Ein Flugzeug steht auf dem Flughafen in Frankfurt am Main (Hessen) auf dem Rollfeld. | Bildquelle: dpa

Winterwetter behindert Verkehr Flüge gestrichen, Unfälle, Staus

Stand: 18.12.2017 10:39 Uhr

Aus Astronomen-Sicht beginnt der Winter erst am 21. Dezember - aus Meteorologen-Sicht läuft er aber schon seit Monatsbeginn. Letzteres dürften auch Flugreisende und Autofahrer so sehen, die auch heute wieder vergeblich auf ihre Maschine warten oder im Stau stehen.

Das Winterwetter hat am Morgen zu zahlreichen Flugausfällen am Frankfurter Flughafen geführt. Mindestens 170 Flüge wurden laut einem Sprecher gestrichen. Viele ankommende Flüge wurden demnach umgeleitet. Betroffen gewesen seien inländische Ziele wie Berlin, Hamburg und München, aber auch Flüge nach Wien, Dublin und Warschau.

Im Laufe des Morgens habe sich die Lage jedoch beruhigt, erklärte Fraport. "Alle Bahnen sind frei, der Schneefall hat aufgehört." Im Durchschnitt gibt es am größten deutschen Flughafen pro Tag rund 1500 Starts und Landungen.

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Wegen des großflächigen Stromausfalls am Flughafen von Atlanta sind zudem die Verbindungen der Fluggesellschaften Delta und Lufthansa zwischen Frankfurt und der US-Metropole gestrichen. Am verkehrsreichsten Flughafen der Welt sitzen derzeit Tausende Fluggäste fest.

Auch in Hamburg und Berlin kam es vereinzelt zu Annullierungen, während in München der Flugverkehr reibungslos lief.

Unfälle und Staus in NRW

In Nordrhein-Westfalen führten Schneefall und Glätte zu Unfällen und Verkehrsbehinderungen. Besonders im Bergischen Land rechnete die Polizei mit Problemen. Zwischen Meinerzhagen und Lüdenscheid verlor ein Lastwagenfahrer auf der Autobahn 45 bei Glätte die Kontrolle über sein Fahrzeug, das anschließend die Fahrbahn blockierte. Der Verkehr staute sich auf etwa zehn Kilometern Länge. Auch auf der A1 staute sich der Verkehr am Morgen wegen eines quer stehenden Lastwagens.

Starker Schneefall führt auch in weiten Teilen von Rheinland-Pfalz zu Behinderungen auf den Straßen. Nach Angaben der Polizei gab es bereits einige Unfälle. Auch der Berufsverkehr in Hessen wurde von der Witterung stark behindert.

Keine Probleme bei der Bahn

Nach Angaben der Deutsche Bahn gab es bei ihr keine größeren Einschränkungen. "Es ist natürlich mal die eine oder andere Tür eingefroren", sagte ein Sprecher am Morgen. Das seien aber nur Kleinigkeiten, größere witterungsbedingte Verspätungen oder gar Ausfälle gebe es nicht. Nur einzelne Busverbindungen der Deutschen Bahn im Süden Nordrhein-Westfalens fielen wegen Glätte aus.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 18. Dezember 2017 um 09:15 Uhr.

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