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Reaktionen auf Israels Anschuldigungen nach Attentat
Westerwelle warnt vor übereilter Schuldzuweisung
Bundesaußenminister Guido Westerwelle warnt nach dem Anschlag auf israelische Touristen in Bulgarien vor übereilten Schuldzuweisungen. "Es ist jetzt an der Zeit, auch verantwortungsvoll zu handeln", sagte Westerwelle im ARD-Morgenmagazin. Deutschland verfüge über keine eigenen Erkenntnisse zu den möglichen Tätern. "Deswegen raten wir auch zur Zurückhaltung", sagte Westerwelle zu möglichen Schuldzuweisungen.
Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Ruprecht Polenz, plädierte ebenfalls für Besonnenheit. Die Hintermänner seien aus seiner Sicht noch unklar, sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte umgehend nach dem gestrigen Bombenanschlag den Iran verantwortlich gemacht und eine entschlossene Reaktion angekündigt. Der Anschlag richtete sich gegen einen Bus, der israelische Touristen nach ihrer Ankunft auf dem Flughafen von Burgas in das Terminal bringen sollte. Die Zahl der Opfer stieg inzwischen auf acht. Ein Mann erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen.
CDU-Politiker Polenz warnt vor Gewaltspirale in Syrien
DLF
19.07.2012 09:21 Uhr
Syrien: Westerwelle hofft auf Einlenken Russlands
Westerwelle äußerte sich im Morgenmagazin auch ausführlich zum Thema Syrien: Russland, das bislang zusammen mit China eine UN-Resolution verhindert hat, müsse überzeugt werden, dass es seine eigenen strategischen Interessen gefährde. "Russland sagt zwar, es sei nicht die 'schützende Hand' für das Regime für Regime von Assad. Aber genau so nimmt es das Regime Assad wahr - und deshalb ist es wichtig, dass jetzt die Völkergemeinschaft zusammensteht", so Westerwelle.
Bundesaußenminister Westerwelle zu Syrien und zum Anschlag in Bulgarien
ARD-Morgenmagazin, 19.07.2012
Stand: 19.07.2012 09:38 Uhr
