Silhouette eines Rauchers, der sich eine Zigarette anzündet. | Bildquelle: dpa

Weltnichtrauchertag Deutlich mehr Raucher müssen in die Klinik

Stand: 31.05.2017 14:36 Uhr

Immer mehr Patienten müssen wegen Raucherkrankheiten wie Lungenkrebs im Krankenhaus behandelt werden. In den vergangenen zehn Jahren stieg ihr Anteil um 30 Prozent. Zehntausende Menschen sterben jährlich an den Folgen des Rauchens.

Seit zehn Jahren gibt es nun schon das Rauchverbot in deutschen Kneipen und öffentlichen Räumen wie Bahnhöfen und Flughäfen. Trotzdem steigt die Zahl der Menschen, die an den Folgen ihres Zigarettenkonsums erkranken, deutlich. Die Zahl der Behandlungen nahm in den vergangenen zehn Jahren um 30 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt anlässlich des Weltnichtrauchertages mitteilte. Im Jahr 2015 kamen bundesweit knapp 450.000 Menschen wegen raucherspezifischer Krankheiten in die Klinik.

Um mehr Menschen vom Nichtrauchen zu überzeugen, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung eine Online-Aktion gestartet. Unter dem Motto "4 Wochen rauchfrei" soll es auf der Internetseite www.rauchfrei-info.de täglich Tipps und Hilfestellung zur Reduzierung des Zigarettenkonsums geben. Teilnehmer könnten sich auch mit Experten in einem Chat austauschen, teilte die Bundeszentrale mit.

Vierthäufigste Todesursache

Wie wichtig der Verzicht auf Zigaretten für die Gesundheit ist, zeigen die Zahlen des Statistischen Bundesamts: Allein im Jahr 2015 starben 45.224 Menschen an Lungen- und Bronchialkrebs. Diese Erkrankung ist damit die vierthäufigste Todesursache in Deutschland. Trotz des Anstiegs von raucherspezifischen Erkrankungen, werden in Deutschland immer weniger Zigaretten geraucht. Wurden vor zehn Jahren noch 251 Millionen versteuerte Zigaretten verkauft, waren es 2016 nur noch 205 Millionen.

Im gleichen Zeitraum stieg der Konsum von Pfeifentabak von vier auf sieben Tonnen an. Nach Angaben des Bundesamtes liegt der tatsächliche Verbrauch von Tabak deutlich höher, da nur versteuerte Tabakwaren in die Statistik einfließen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 31. Mai 2017 um 09:20 Uhr

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