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[Bildunterschrift: Besonders Eichenholz ist ein wichtiger Baustoff. Fast die Hälfte aller Eichen jedoch ist krank. ]
Der deutsche Wald bleibt trotz leichter Verbesserungen krank. Der Anteil der schwer geschädigten Bäume sei im vergangenen Jahr von 25 auf 26 Prozent gestiegen. Das geht aus dem Waldbericht hervor, den Bundesagrarministerin Ilse Aigner vorstellte. Allerdings gibt es insgesamt wieder etwas mehr Bäume ohne Schäden.
Besonders dramatisch bleibt die Situation für die Eichen. Mit 52 Prozent ist mehr als die Hälfte dieser Bäume schwer krank, während es 2007 noch 49 Prozent waren. Die Baumkronen haben im Schnitt noch immer ein Fünftel weniger Laub als normal. Nur bei der Buche hat sich die Situation leicht verbessert: Hier hat sich der Anteil der Bäume mit lichteren Kronen um neun Prozentpunkte auf 30 Prozent reduziert.
Zur Verminderung der Stickstoffbelastung der Böden empfiehlt das Landwirtschaftsministerium den Waldbesitzern, wieder vermehrt von den Fördermöglichkeiten zur Bodenschutzkalkung Gebrauch zu machen. Die Umweltorganisation BUND hingegen hält die Kalkung von Waldböden oder verstärkte Holzeinschläge hingegen nicht für geeignete Mittel gegen die Versauerung. Er forderte von der Bundesregierung eine waldverträgliche Agrar-, Verkehrs- und Energiepolitik.
[Bildunterschrift: Fichtenwald bei Nettersheim/ Nordrhein-Westfalen
]
Der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger forderte die Bundesregierung auf, die Anstrengungen zum Waldschutz zu vervielfachen. Wenn die Hälfte der Eichen kranke, sei die "Luftreinhaltepolitik" unzureichend. Er warnte auch, dass viele Schäden mit bloßem Auge nicht sichtbar seien und sich erst später bemerkbar machten. Zudem seien lediglich noch stehende Bäume gezählt worden und nicht auch solche, die im Laufe des Jahres entfernt wurden. Auch seien Schäden durch Stürme, Hitze und Insekten in der Erhebung nicht ausreichend berücksichtigt worden.
Das Agrarministerium hält trotz Fortschritten beim Klimaschutz weitere Anstrengungen für nötig, um die Luftverschmutzung zu drosseln. Aigner rief die Forstwirtschaft auf, dazu wieder vermehrt bestehende Fördermöglichkeiten von Bund und Ländern zu nutzen. Zudem solle der Aufbau von resistenteren Mischwäldern vorangetrieben werden. Nur so könne den Herausforderungen zur Anpassung der Wälder in Zeiten des Klimawandels wirksam begegnet werden. Deutschlands Wälder speichern laut BUND jährlich rund 70 Millionen Tonnen Kohlenstoff.
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